Bankraub verjährt (so gut wie) nie …

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Die angeklagten Eheleute und der Haupttäter Oliver S. (rechts).

München - Am 20. Dezember wäre ihre Tat verjährt gewesen. Oliver S. (42), Alfred A. (41) und seine Frau Michaela hatten am 20. Dezember 1991 eine Raiffeisenbank in Aubing überfallen.

Doch kurz vor dem Ende der Verjährungsfrist konnte die Tat doch noch geklärt werden. Die Eheleute waren damals klamm. Sie wollten ein Geschäft eröffnen: „Aber wir haben keinen Kredit gekriegt.“ Oliver S., den die beiden von der Berufsschule kannten, brachte sie auf eine blöde Idee: „Überfallen wir doch eine Bank.“ Oliver S. war damals den Drogen verfallen und benötigte immer Geld.

Während die Männer mit Spielzeugpistolen in die Bankfiliale stürmten, wartete Michaela im Auto. Über die 15 000 Mark Beute konnten sich die Täter nicht lange freuen: Sie hatten sich von den Angestellten ein Security-Pack unterjubeln lassen. Die Farb-Bombe explodierte, kein Schein war mehr brauchbar!

„Wir hatten ein schlechtes Gewissen und Angst, erwischt zu werden“, so Alfred A. vor Gericht. Seine Frau: „Das war fies, was wir gemacht haben.“ Den Eheleuten ist es gelungen, auch ohne Beute ein Geschäft aufzubauen. Die Eltern von zwei Kindern haben nie mehr eine Straftat begangen.

Anders Oliver S., der es inzwischen auf sage und schreibe auf 17 Vorstrafen bringt. Er wurde nach einem Überfall auf einen Lebensmittelmarkt in Aubing im November 2010 gefasst. Er packte aus und nannte seine Mittäter von damals. Das Urteil: dreieinhalb Jahre Knast für Oliver S., Bewährung (2 bzw. 1 Jahr) für die Eheleute.

Ebu.

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