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Banküberfall: Staatsanwältin fordert lebenslänglich

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Hier fand der Überfall statt. © Annette Ganssmüller-Maluche

Kirchheim - Im Prozess gegen die beiden österreichischen Brüder Norbert (47) und Hubert G. (46), die 13 Banken im Münchner Umland überfallen haben sollen, wurden jetzt die Plädoyers gehalten.

Die Staatsanwältin forderte die schwerst mögliche Strafe, die die Brüder erhalten könnten. Sie plädierte jeweils für eine lebenslängliche Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld sowie anschließender Sicherungsverwahrung. Der psychiatrische Gutachter hatte ihnen eine „ungünstige Prognose“ gestellt.

Bilder vom Tatort

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Die Brüder stehen seit September wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht München. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie zwischen 1991 und 2007 bei Banküberfällen mehr als eine Million Euro erbeutet haben sollen – darunter in Kirchheim, wo es zu einer wilden Schießerei kam. Dabei soll es Norbert G. gewesen sein, der einem Polizisten den Oberschenkel durchschoss. Weitere Personen waren in Gefahr, darunter eine 52-Jährige, die mit einem Kinderwagen in der Schusslinie stand. Für die Verteidiger ist die Täterschaft der Angeklagten nicht erwiesen. Es gebe keine Zeugen, die die Brüder wiedererkannt hätten, auch sonst keine Nachweise. „Im Zweifel für den Angeklagten“, sagte Norbert G.’s Verteidiger Harald Baumgärtl.

Auch im Spezialfall Kirchheim sahen die Verteidiger die Täterschaft der Österreicher nicht als erwiesen an. Sollte das Gericht sie in diesem Fall trotzdem verurteilen, so forderten sie allenfalls eine zeitige Freiheitsstrafe. Es handle sich auf keinen Fall um ein Tötungsdelikt. Das Urteil fällt am 22. Dezember.

Nina Gut

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