Bassist wirft Flasche - Konzertbesucher fast erblindet

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Der Bassist der US-amerikanischen Rockband "Black Rebel Motorcycle Club" (BRMC), Robert Levon Been, im Münchner Gerichtssaal.

München - Bei einem Konzert der Band BRMC im Münchner Backstage, warf der Bassist eine Flasche ins Publikum und verletzte dabei einen Gast schwer am Auge.

Der wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht München angeklagte Bassist der US-amerikanischen Rockband Black Rebel Motorcycle Club (BRMC), Robert Levon Been, hat sich am Mittwoch bei seinem Opfer entschuldigt und ausführlich zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Stellung genommen. “Ich möchte Ihnen mein tiefstes Mitgefühl für diesen Unfall ausdrücken“ sagte Been zu dem 46 Jahre alten Physiker, der durch Been am Auge verletzt worden war. Er fühle sich “schlecht“, dass der Mann bei einem Konzert der Band verletzt wurde, erklärte Been.

Laut Anklage warf der 33 Jahre alte Musiker aus Los Angeles bei einem Konzert im Münchner Club “Backstage“ im Mai dieses Jahres eine Flasche über den Rücken ins Publikum. Dabei wurde der Konzertbesucher am Auge getroffen und so stark verletzt, dass er auf diesem Auge nur noch hell und dunkel unterscheiden kann. Dem verletzten Bauplanungsingenieur stehen weitere Eingriffe bevor.

Been erklärte, er habe die Flasche hinter sich geworfen, nachdem er daraus getrunken hatte, damit kein Schaden an der Bühnenelektronik entstehe, falls sie umkippt. “Ich dachte, sie würde auf der Bühne und nicht in der Menge landen“, sagte der Rocker.

Urteil: Bewährungsstrafe

Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde Been am Mittwoch zu drei Monaten Bewährungsstrafe und 18 500 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Der Bassist verpflichtete sich, über das Schmerzensgeld hinaus für alle entstandenen und noch entstehenden Kosten des Verletzten aufzukommen.

dapd

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