Die tz schaut hinter die Verkleidungen

Was bauen sie denn hier am Marienplatz?

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Gleich an zwei Stellen mitten im Herzen der Stadt werkeln gerade die Bauarbeiter.

München - Operation Marienplatz: Gleich an zwei Stellen mitten im Herzen der Stadt werkeln gerade die Bauarbeiter. Für normale Passanten ist nicht zu erkennen, was renoviert wird. Die tz klärt auf.

Sowohl der Fischbrunnen vor dem Rathaus als auch das Marienplatz-Untergeschoss werden saniert. Was genau hinter der Verkleidung geschieht, bleibt aber ein großes Geheimnis: Der Fischbrunnen ist komplett eingehaust, auch am S-Bahn-Zugang vor dem Hugendubel versperren hohe Bauzäune die Sicht auf das Geschehen. Dahinter aber hämmert, baggert und dröhnt es, was das Zeug hält. Was genau auf der anderen Seite der Bauzäune passiert - die tz hat für Sie hinter die Verkleidungen gespitzt!

Die Restauratorinnen Dorothea Fellner (l.) und Stephanie Edlmann bei der Arbeit.

Der Fischbrunnen versteckt sich zur Zeit hinter drei Meter hohen Bauwänden (siehe rechter roter Pfeil). Nach zehn Jahren Dauerbetrieb steht eine Rundum-Sanierung an. Vor dem Winter muss dringend eine neue Beckenbeschichtung her. „Im Sommer ist bereits Wasser aus den Fugen ausgetreten - das könnte bei kalten Temperaturen Glatteis geben“, sagt Florian Hochstätter, Sachgebeitsleiter Gestaltung Öffentlicher Raum. Die alte, rissige Beschichtung wurde bereits entfernt. Jetzt befreien die Restauratorinnen Dorothea Fellner undStephanie Edlmann die Bronzefiguren mit Hammer und Skalpellen vom Kalk, damit sie wieder schön glänzen. Im nächsten Schritt werden die Beckenfugen mit einem Zement-Gemisch aufgefüllt, dann kriegt die Oberfläche einen schützenden Überzug aus Wachs. „Bis spätestens 11. November sind wir fertig“, verspricht Hochstätter. Bis dahin bleibt der Fischbrunnen komplett eingehaust - die -Abdeckung schützt die Passanten vor Staub und das empfindliche Material vor Nässe.

Der Zugang Rindermarkt ist als erstes dran.

Drei Jahre wird das Mammut-Projekt Marienplatz-UG dauern: Die Stadtwerke München (SWM) lassen das veraltete Untergeschoss Marienplatz sanieren. Höchste Zeit - das 40 Jahre alte Bauwerk ist in so schlechtem Zustand, dass eine Sanierung längst überfällig war. Vor allem die undichten Decken und die maroden Zugänge machten Probleme. Vor einer Woche legten die Bauarbeiter am -Zugang Rindermarkt los (siehe linker roter Pfeil). Mit Bagger und Schaufeln wird die alte Betonverkleidung abgeschlagen - die wird in den nächsten Wochen sand-bestrahlt und neu beschichtet. Auch an den anderen fünf Zugängen werden Beton, Brüstung und Abdichtungen erneuert. Vier bis fünf Monate brauchen die Arbeiter für einen -Zugang - Anfang 2012 ist der Zugang Kaufingerstraße dran, dann folgen Weinstraße, Dienerstraße, Burgstraße und Tal. „Wo möglich, werden die Zugänge nur halbseitig gesperrt“, erklärt MVG-Chefplaner Gunnar Heipp. Auch das Zwischengeschoss erhält ein neues, helleres Gesicht, die Flure werden breiter, die Kioske im zentralen Bereich kommen weg. Ende 2014 soll die Mega-Baustelle fertig sein.

Christina Schmelzer

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