1. tz
  2. München
  3. Stadt

Bauma: Leere Stände und wenig Besucher

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

München - Die Aschewolke legt nicht nur den internationalen Flugverkehr lahm, sondern auch die bauma: Bilder, Video und wie die Messemitarbeiter in die Bresche springen.

Am Montag hat in Riem die große Internationale Fachmesse für Baumaschinen und -geräte begonnen – und noch immer sind einige Stände leer. Denn viele Aussteller können wegen des eingeschränkten Flugverkehrs nicht nach München reisen. In großen Lettern prangt das Schild „China“ über dem Stand der Firma Guangzhou Fengyng Hydraulic. Doch der Stand selbst ist verwaist. Nur ein paar Kisten stehen herum, außerdem macht ein großes Schild die Besucher darauf aufmerksam, dass sich die Anreise des Ausstellers wegen „der Situation im Flugverkehr noch verzögert“.

null
Mit einem Schild werden die Besucher an diesem leeren Stand über die Lage informiert © Bodmer

Auf der Messe ist ein solcher Anblick keine Seltenheit: Besonders die kleinen Stände sind vom Asche-Chaos betroffen. „Die großen Firmen sind ja schon seit Wochen am Aufbauen. Die haben keine Probleme. Die Leidtragenden sind wir“, klagt der Aussteller eines kleinen türkischen Standes. Die Messe München hat reagiert und kurzfristig Personal akquiriert, das an manchen Ständen ohne Personal die Besucheranfragen entgegen nimmt. Vor Messebeginn war sogar überlegt worden, die bauma kurzfristig zu verschieben. Doch diese Lösung war aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Bauma: Die Messe der großen Maschinen

Zumindest die Firmen aus den benachbarten europäischen Ländern konnten reagieren – ihre Mitarbeiter setzten sich ins Auto, um nach München zu kommen. Aus diesem Grund ist auch das Verkehrskonzept auf den zu erwartenden höheren Anreiseverkehr über die Straße neu ausgerichtet worden.

Einige Aussteller aus Asien, Australien oder den USA hingegen warten in ihren Heimatländern noch immer auf die Aufhebung der Flugsperrung. „Wir sind in einem engen Kontakt mit dem Flughafen München und den Airlines, um diese Personen schnellstmöglich nach München zu bringen, sobald der Flugverkehr wieder freigegeben ist“, sagt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. Auch auf die Besucherzahlen hat die Aschewolke Einfluss: Von einem Besucheransturm konnte am Montag jedenfalls noch nicht die Rede sein. Ob sich das ändern wird, wird sich noch zeigen.

Melanie Maunz

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

So hat’s Aussteller und Besucher erwischt

Es ist wenig los

Meine Kollegen und ich sind in zwölf Stunden von Dänemark hierhergefahren. Unser Stand war erst heute morgen um 4 Uhr fertig. Wir finden, dass bis jetzt ziemlich wenig los ist. Unsere amerikanischen Kunden werden wohl nicht erscheinen.

Brian Munck von „Hawkeye pedershaab“

Wir müssen für leere Betten zahlen

Wir haben am Flughafen in Barcelona auf unseren Abflug nach München gewartet, bis die Nachricht kam, dass nichts mehr geht. Deswegen sind wir mit dem Auto hergefahren. Einige Mitarbeiter fehlen noch. Ihre Betten in den Hotels stehen noch leer, wir müssen sie aber trotzdem bezahlen.

Roland van de berk von „Arja“

Sammle Visitenkarten ein

Ich bin Messemitarbeiter und kümmere mich um diesen indischen Stand. Der Aussteller konnte noch nicht anreisen. Wenn jemand kommt, der sich informieren möchte, kann ich nicht viel Auskunft geben, da auch die Prospekte fehlen. Ich sammle aber die Visitenkarten der Interessenten ein.

Philipp Knatz bei „Marsman“

Drei Tage Fahrzeit ab Ankara

Wir haben drei Tage von Ankara hierher gebraucht. Vor zwei Stunden sind wir angekommen und müssen jetzt den Stand aufbauen. Ich kenne viele türkische Firmen, die noch nicht da sind. Ich bin sehr müde und freue mich auf mein Hotelbett.

Yusuf Ilker odabasi von „Ostim Industrial“

Auch interessant

Kommentare

Mehr zum Thema