Was wann wo passiert

Baustelle Fußgängerzone: So sehen die Pläne aus

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An vielen Stellen in der Fußgängerzone ist das Pflaster kaputt, wie zum Beispiel auch am Marienplatz.

München - Die Fußgängerzone wird ab Juni zur Wanderbaustelle. Bis 2016 soll der Bodenbelag in Münchens guter Stube erneuert werden. Was wann wo passiert, lesen Sie hier:

Am Dienstag muss nur noch der Bauausschuss im Rathaus dafür 4,5 Millionen Euro locker machen. Dann geht’s los – in vielen kleinen Bauabschnitten. Auf diese Weise sollen die Fußgänger immer überall hinkommen und auch alle Häuser zugänglich bleiben.

Genau 41 Jahre nach der Eröffnung schaut der Bodenbelag der Einkaufsmeile und ihrer Nebenstraßen alt aus. An vielen Stellen gibt es Risse und Mulden, und die Kopfsteinpflaster sind nicht nur für Frauen mit Pfennigabsätzen eine Stolperfalle. Damit auch Senioren und Behinderte leichter durch die Fußgängerzone kommen, sollen die dunklen Pflasterbänder zwischen den hellgrauen Kunststeinplatten durch glatte dunkle Natursteinplatten ersetzt werden. Mit dem Umbauplan kommt das Baureferat einem Antrag der CSU-Stadträte Eva Maria Caim, Georg Kronawitter und Richard Quaas nach.

Start im Juni 2013

Los geht es schon im Juni in der Eisenmannstraße und vor dem Joseph-Pschorr-Haus in der Neuhauser Straße. Dort ist der Straßenbelag wegen der Bauarbeiten schwer beschädigt. Da die Schörghuber-Gruppe will, dass bei Eröffnung des Geschäftshauses im Oktober das Umfeld gut aussieht, soll hier mit der Erneuerung des Pflasters begonnen werden.

Weiter geht es von März bis November 2014 in der Neuhauser und Kaufingerstraße. Hier wurden die Arbeiten in 114 kleine Baufelder aufgeteilt, drei Trupps arbeiten dort parallel in drei Abschnitten. „In jedem dieser Lose wird in einer Woche jeweils ein Baufeld bearbeitet. Das in der Vorwoche fertiggestellte Baufeld bleibt zum Aushärten eine weitere Woche abgesperrt“, verspricht das Baureferat. Der Marienplatz, die Rosenstraße und der Frauenplatz kommen später dran.

Was, wann, wo?

  • Von Juni bis September wird die Eisenmannstraße am Joseph-Pschorr-Haus neu gepflastert, die Fußgängerzone verlängert sich um 20 Meter nach Süden. Auch die Neuhauser Straße wird vor dem Haus erneuert. Die Kosten übernimmt die Schörghuber-Gruppe.
  • Von Mitte März bis November 2014 werden zwischen Karlstor und Eisenmannstraße die Pflasterbänder in der Neuhauser Straße herausgenommen und durch dunkleNatursteinplatten ersetzt. In der Mitte bleibt eine Ablaufrinne.
  • Ebenfalls von März bis November 2014 werden die Neuhauser- und die Kaufingerstraße zwischen Joseph-Pschorr-Haus und Fürstenfelder Straße nach dem gleichen Muster erneuert. Die Arbeiten erfolgen auch hier in kleinen Abschnitten.
  • Die Kaufingerstraße bekommt auch zwischen der Fürstenfelder Straße und Marienplatz bzw. Rosenstraße die neuen dunklen Natursteinstreifen. Die Stolper-Pflaster kommen auch hier weg. Bauzeit ebenfalls: März bis November 2014.
  • Von April 2014 bis Ende 2015 wird der Marienplatz neu gepflastert. Während die Stadtwerke, die derzeit das Untergeschoss erneuern, das Natursteinpflaster auf dem Platz austauschen, wird die Stadt die Ränder mit den Steinplatten erneuern.
  • Von Mitte März 2015 bis Ende Juli 2015 werden in der Rosenstraße zwischen Marienplatz und Rindermarkt die Pflastersteine herausgenommen und durch die dunklen Natursteinplatten ersetzt. In der angrenzenden Sendlinger Straße ist das schon geschehen.
  • Erst ab 2016 werden voraussichtlich auch die Pflaster rund um die Frauenkirche, in der Augustinerstraße und in der Liebfrauenstraße erneuert. Hier wartet man auf das Ende der laufenden Sanierung der beiden Türme des Doms.
  • Die Natursteinflächen vor der Bürgersaalkirche, der alten Akademie, der St.-Michaels-Kirche und rund um den Alten Peter bleiben, wie sie sind. Am Marienplatz wird das Naturstein-Pflaster neu verlegt. Es hat an vielen Flächen Schäden.

J. Welte

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