Baustelle kriegt riesige Lärmschutzwand

Hier baggern sie am Herzen von Siemens

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Die Baustelle am Oskar-von-Miller-Ring: Hier reißen Bagger gerade alte Gebäude ab

München - Der Siemens-Neubau am Wittelsbacher Platz  - es ist die größte innerstädtische Baustelle in München seit Jahren. Die tz war dort zu Besuch. So läuft das Mega-Projekt:

Der Siemens-Neubau am Wittelsbacher Platz – es ist die größte innerstädtische Baustelle in München seit Jahren. Und ein ambitioniertes Projekt: Bis Ende 2015 wird hier die neue Zentrale als Herzstück des DAX-Konzerns gebaut. Rund 1200 Mitarbeiter werden in dem ultramodernen Bauwerk arbeiten. Das heißt auch: Siemens bekennt sich klar zu München. Die tz hat die Baustelle besichtigt. So läuft das Mega-Projekt:

Die Abrissarbeiten: Momentan rollen die Bagger auf der 11 000 Quadratmeter großen Baustelle. Das Areal wird vom Oskar-von-Miller-Ring aus freigeräumt – 50 Arbeiter sind am Werk. „Ein Drittel der alten Gebäude sind bereits abgerissen“, sagt Projekt-Manager Thomas Braun. Rund 170 000 Kubikmeter Bauschutt werden abgetragen. Zum Einsatz kommen modernste Abbruchgeräte – zum Beispiel ein 100 Tonnen schwerer Longfrontbagger, der die Geräuschentwicklung mindert. „Es ist uns wichtig, die Lärmbelastung für die Nachbarn möglichst gering zu halten.“

Die Schallschutzwand: Lärm, Staub und Erschütterungen sollen durch eine zehn Meter hohe Lärmschutzwand reduziert werden, die um die gesamte Baustelle gezogen wird. Einzigartig in Europa – sonst gibt es das nur an der Autobahn. Einige Bohrlöcher sind an der Finkenstraße schon gesetzt, darin werden die Stahlpfosten einbetoniert und dazwischen ausgepappt mit Schallkassetten. „Wir können so insgesamt drei Stockwerke abschirmen“, sagt Braun. Im Februar soll die Schallschutzwand komplett stehen. Anschließend ist die Finkenstraße wieder begehbar.

Der weitere Bauplan: Anfang 2016 will Siemens das neue Hauptquartier beziehen. Ein weiter Weg. Die Vorbereitungsarbeiten waren Ende Oktober abgeschlossen. Nun läuft der Abbruch – ebenso wie Aushub und Verbau der Baugrube soll er bis Herbst 2013 fertig sein. Im August nächstes Jahr startet dann der Rohbau, der rund ein Jahr dauern wird. Im Juni 2014 folgen Fassade und Ausbau – zusammen mit den Außenanlagen soll der Bau Ende 2015 fertig werden.

Die Konzernzentrale: Sie will eine attraktive Verbindung zwischen Innenstadt und Museumsviertel schaffen. Der Neubau wird mit seinen grünen Innenhöfen für alle Münchner tagsüber geöffnet sein und will „auch das gesamte Quartier aufwerten“, erklärt Braun.

Andreas Thieme

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