Dürftig abgemischter Sound

Bay-Area-Veteranen "Heathen" thrashen im Backstage

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Sparten sich Zugaben: Heathen-Sänger David White und Gitarrist Kragen Lum

München - Freitagabend, die Backstage Halle gut gefüllt, dazu eine Triple-Thrash-Treat mit Dust Bolt, Generation Kill und Heathen. Das hätte ein Fest werden können. Hätte.

Freitagabend, die Backstage Halle gut gefüllt, dazu eine Triple-Thrash-Treat mit Dust Bolt, Generation Kill und Heathen, die ihr "Evolution of chaos"-Album zum zweiten Mal betouren - ja, das hätte ein Fest werden können. Hätte. Leider macht sich um kurz nach halb zwölf, als der letzte Heathen-Song verklungen ist, Ernüchterung breit beim Fanvolk. Nicht nur, dass die Kalifornier keine Zugabe gespielt haben, nein, bei diesen Soundverhältnissen hätten auch fünf weitere Lieder keinen wirklichen Mehrwert bedeutet. Ein Jammer, dass ausgerechnet der Headliner des Abends mit seinem brillanten Gitarrenduo Lee Altus und Kragen Lum akustisch dermaßen neben der Spur liegt. Die Killerriffs von Klassikern wie "Open the grave", Mercy is no virtue" oder "Death by hanging" verpuffen im Drumgewitter, kein Wunder, dass bei diesem Heidenlärm der Funke aufs Fanvolk nicht richtig überspringen will.

Kurios: Bei den souverän aufspielenden Jungspunden von "Dust Bolt" aus Landsberg am Lech ist der Sound um einiges besser, auch die von Exodus-Brüller Rob Dukes angeführten "Generation Kill" können sich über mangelnde Riffpower nicht beklagen. So macht Thrash Spaß. Der (große) Rest des Abends ist Seufzen.

Ludwig Krammer

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