Bodenständig und edel - Bilder

Die Pläne für den neuen Donisl

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So soll das neue Donisl mit alter Fassade aussehen.

München - Die alte Fassade mit dem Fresko darf bleiben. Dahinter aber soll der neue Donisl als "zeitgemäßer Neubau" auferstehen. Die Bilder und Eckpunkte der Planung:

Ein Gerüst verdeckt bereits die berühmte Fassade und bald rückt vor dem Donisl am Marienplatz der Kran an. Die Traditionswirtschaft wird abgerissen und neu aufgebaut. Nur die Fassade bleibt stehen. Jetzt rätselt ganz München: Wie wird der neue Donisl wohl aussehen? Am Montag haben die Bayerische Hausbau und Hacker-Pschorr die Pläne für das Wirtshaus vorgestellt. Bodenständig und gleichzeitig edel soll das neue Flaggschiff der Brauerei werden.

Direkt hinter der Fassade entstehen Büros. Die Wirtschaft zieht ins Rückgebäude. „Das Herzstück bildet ein Laubenhof mit Glasdach und Säulen“, sagt Kai-Uwe Ludwig, Geschäftsführer der Bayerischen Hausbau. In dem hellen Raum soll ab 2015 Bier aus Holzfässern ausgeschenkt werden. Rundherum reihen sich unter einem Tonnengewölbe kleine Sitznischen mit runden Fenstern. „Wir wollten ein Haus bauen, das dem Reinheitsgebot entspricht: kein Kitsch, kein Fake, lauter echte Produkte“, sagt Andreas Hild, Geschäftsführer von Hild und K Architekten. Im Erdgeschoss wird deshalb ein schlichter Steinboden verlegt und die Wände bekommen eine klassische Holztäfelung.

Der neue Donisl in Bildern

Der neue Donisl in Bildern

An der Größenordnung ändert sich zum bisherigen Lokal wenig. Unter dem Dach des neuen Donisl entstehen wieder rund 500 Sitzplätze. Eine Freischankfläche mit 120 Plätzen muss erst noch genehmigt werden. Der Zeitplan für den Bau ist straff: In der zweiten Hälfte dieses Jahres soll mit dem Rohbau begonnen werden. Bis zum Jahresende will Hacker-Pschorr einen Pächter finden. Interessenten gibt es freilich viele: „Dieses Objekt weckt natürlich Begehrlichkeiten. Immer wieder sprechen Wirte bei uns vor. Es wird aber eine Ausschreibung geben“, erklärt Hacker-Pschorr-Chef Andreas Steinfatt. Die Brauerei wünscht sich im Donisl ehrliche, bayerische Küche. „Bisher lag das Essen im günstigeren Preissegment. Das wird sicherlich nicht mehr so sein. Wir wollen aber auch kein Gourmetrestaurant“, so Steinfatt.

Beate Winterer

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