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Grundstück in bester Lage wird frei: Bankumzug macht Platz für großen Konzern - Wer wird Nachmieter?

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Von: Nadja Hoffmann

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Verlässt ihren Firmensitz: Die Bayerische Landesbank plant ihren Umzug.
Verlässt ihren Firmensitz: Die Bayerische Landesbank plant ihren Umzug. © Imago Stock & People

In bester Lage, mitten in der Innenstadt, wird ein Filetstück frei: Die Bayerische Landesbank will ihren Stammsitz verlassen. Wohin sie umzieht, ist noch unklar. Genauso, wer auf die BayernLB an der Brienner Straße folgt.

Büroflächen an attraktiven Standorten sind in München heiß begehrt. Deshalb wird diese Nachricht für Aussehen gesorgt haben: Die Bayerische Landesbank will ihren Firmensitz in der Innenstadt verlassen. Wann der Glaskomplex und das 27 000 Quadratmeter große Grundstück an der Brienner Straße frei werden, steht laut der Bank noch nicht fest. Ihr Sprecher Matthias Priwitzer verrät nur soviel: „Die BayernLB prüft aktuell alternative Standorte zur Miete und befindet sich derzeit in einem strukturierten Auswahl- und Prüfungsprozess für geeignete Standorte und Objekte.“ Klar ist aber: Die neue Firmenzentrale der 1972 gegründeten Bank darf deutlich kleiner werden.

Künftig kann jeder Angestellter zu 100 Prozent im Home Office arbeiten

Zum einen, weil sich die BayernLB mit ihren rund 8500 Mitarbeitern ohnehin in einem Schrumpfungsprozess befindet. Zum anderen, weil sich seit Beginn der Corona-Pandemie viel getan hat. Die Anstalt des öffentlichen Rechts, die zu drei Viertel im Besitz des Freistaats ist, setzt aufs Homeoffice und will dies auch in Zukunft so beibehalten. Das heißt: Der jetzige Stammsitz ist zu groß für die BayernLB der Zukunft.

Laut der Fachzeitung „Wirtschaftswoche“ regelt eine Dienstvereinbarung, dass die Bank künftig nur noch sieben Arbeitsplätze pro 10 MitarbeitZSer vorhält. Wer direkt vor Ort arbeiten will, kann seinen Schreibtisch demnach online buchen. Das hybride Modell ist eine Option. Generell werde den Angestellten aber ermöglicht, zu 100 Prozent daheim zu sein. Eine Anwesenheitspflicht bestehe nicht. Zudem soll auf Einzelbüros für Vorgesetzte weitestgehend verzichtet werden. Schritte, die einen Umzug plausibel machen.

Noch ist unklar, wann der Umzug stattfindet

Genauso wie finanzielle Überlegungen. Denn: Der jetzige Firmensitz zwischen dem Oskar-von-Miller-Ring und der Türkenstraße, an dem 2500 Menschen arbeiten, gehört der Landesbank. Die Bank mit einer Bilanzsumme von 256,2 Milliarden Euro (2020) könnte bei einem Verkauf einen hohen Millionenbetrag erzielen. Am neuen Standort will die BayernLB nur zur Miete einziehen. Wo das konkret sein könnte, lässt die Bank noch offen.

Die Lage des neuen Sitzes ist genauso spannend wie der weitere Verlauf am alten Firmensitz. Mietet sich dort ein großer Name ein? Oder wird der Glaskomplex nach einem Grundstücksverkauf abgerissen? Antworten werden erst die nächsten Monate und Jahre bringen.

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