Bayerische Wirtschaft erschüttert

IHK-Präsident tot: Trauer um Erich Greipl 

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Im Alter von 72 Jahren ist der Präsident der IHK für München und Oberbayern, Erich Greipl, gestorben. Ministerpräsident Seehofer zeigte sich bestürzt.

München - Die bayerische Wirtschaft hat einen ihrer bekanntesten Fürsprecher verloren: Im Alter von 72 Jahren ist der Präsident der IHK für München und Oberbayern, Erich Greipl, gestorben. Ministerpräsident Seehofer zeigte sich bestürzt.

Der langjährige Präsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, Erich Greipl, ist tot. Greipl starb nach Angaben der Handelskammer am Dienstag im Alter von 72 Jahren nach einer kurzen, schweren Krankheit in München. In der bayerischen Wirtschaft und der Politik sorgte der Tod Greipls für Bestürzung.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) würdigte Greipl als herausragende Persönlichkeit und kraftvolle Stimme für Industrie und Mittelstand in Bayern. „Für mich war Erich Greipl immer ein wichtiger und jederzeit verlässlicher Gesprächs- und Verhandlungspartner, wenn es um die Gestaltung der Zukunft unseres Landes ging.“ Auch Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) zeigte sich erschüttert. „Bayern verliert mit ihm einen Mann, der sich wie kaum ein Zweiter um den Wirtschaftsstandort verdient gemacht hat. Sein Rat wird mir fehlen.“

Greipl stand seit Juli 2004 an der Spitze der IHK München und Oberbayern, die mit rund 382 000 Mitgliedern die größte deutsche Handelskammer ist. „In Erich Greipl verlieren wir einen Präsidenten, der mit seinem humanistisch geprägten Menschenbild Tag für Tag die Werte des ehrbaren Kaufmanns lebte“, sagte Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Vor allem der Mittelstand habe Greipl am Herzen gelegen. „Für ihn der eigentliche Kern unserer Wirtschaft und Gesellschaft.“ Der für kommenden Montag (8. Juli) geplante Jahresempfang der IHK wurde wegen des Todesfalls abgesagt.

Auch die Handwerkskammer würdigte Greipls Lebenswerk. „IHK-Präsident Greipl war eine Unternehmerpersönlichkeit, auf dessen Wort man stets bauen konnte und für den Werte im Wirtschaftsleben noch Bedeutung hatten“, erklärten Präsident Heinrich Traublinger und Hauptgeschäftsführer Lothar Semper.

Greipl war neben seinem Amt bei der IHK auch in der Otto Beisheim-Stiftung aktiv sowie Aufsichtsratsmitglied im Metro-Konzern. Der Vorstand der Metro AG würdigte die hohe Fachkompetenz Greipls. „Wir verlieren mit Prof. Greipl einen renommierten Handelsexperten, hochgeschätzten Wegbegleiter und großartigen Menschen“, hieß es in einer Metro-Mitteilung. Als Honorarprofessor lehrte Greipl zudem jahrzehntelang an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Mannheim.

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