Lange Nacht der Musik im Pressehaus

Dem bayerischen Nachwuchs eine Chance

Django 3000 werden die Alte Rotation zum Kochen bringen.

München - Sebastian Horn moderiert beim BR die Sendung Heimatsound und ist daher perfekt geeignet, durch den bayerischen Nachwuchsabend am Samstag im Rahmen der Langen Nacht der Musik im Pressehaus zu führen.

Fünf Newcomer und eine Star-Truppe: tz, Münchner Merkur und alpinrecords präsentieren ab 20 Uhr in der Alten Rotation (Paul-Heyse-Straße 2-4) die Bands Alex Cumfe, Blechbixn, Hundling, Gamskampler und Ape Army. Zum großen Finale treten dann Django 3000 auf, die mit ihrer Heidi den Saal zum Kochen bringen werden.

Herr Horn, kennen Sie bereits einige der Bands, die in der Alten Rotation der tz auftreten?

Sebastian Horn zählt jeden Wort.

Sebastian Horn: Ein paar davon kenne ich, habe sie sogar schon live gesehen. Den Hundling zum Beispiel und die Alex Cumfe. Die Blechbixn habe ich zwar live noch nicht gesehen, aber das, was die machen, klingt super. Das Gleiche gilt für die Ape Army. Am abgefahrensten sind auf jeden Fall die Gamskampler. Das ist eine Form von Trash, den ich so in der bayerischen Musik noch nicht gehört habe. Das klingt schon sehr interessant.

Es ist eine erstaunliche Bandbreite von Ska über Rock bis zur schrägen Volksmusik. Es scheint sich einiges getan zu haben in der mundartlichen Musikszene …

Horn: Ich glaube, die Bandbreite war schon immer da. Aber jetzt wird genauer hingeschaut. Durch so eine Plattform wie euer Newcomer-Abend zum Beispiel merkt man plötzlich, welche Bandbreite tatsächlich vorhanden ist. Portale wie YouTube und Facebook haben auch dafür gesorgt, dass man seine Musik einfacher publik machen kann. Wenn wir aber an Musiker wie Ringsgwandl oder Haindling denken, dann gab es diese Bandbreite bereits.

Welche Chancen hat man denn mit bairischen Texten außerhalb des Freistaats?

Horn: Das ist schon ein sehr bayerisches Thema. Da wird es außerhalb schwierig. Vielleicht noch in Österreich. Andererseits hat man teilweise auch den Exotenbonus, wenn man zum Beispiel in Hamburg auftritt.

Und außerhalb unserer Republik?

Horn: Nicht wirklich. Bei meinem Projekt Dreiviertelblut habe ich schon gemerkt, wie direkt der Zugang wird, wenn man jedes Wort versteht. Umso schwieriger ist es natürlich dann auch, Texte zu schreiben, weil jedes Wort zählt. Der Exotenbonus kann aber natürlich auch in den

USA greifen.

Sie moderieren bei uns den Nachwuchs-Abend. Auf was können wir uns da einstellen?

Horn: Ich führe die Arbeit fort, die ich auch bei meiner Sendung Heimatsound mache. Ich präsentiere Künstler und unterhalte mich mit ihnen. Ich will vor allem die Freude an der Musik an die Leute weitergeben.

AS

… und das sind alle vier Routen

Auch heute gibt’s wieder vier Routen mit den kostenlosen Bus-Shuttles der Langen Nacht der Musik. Ein Überblick:

Knotenpunkt:

Das ist wieder der Odeonsplatz, hier laufen ab 19.40 Uhr alle Linien zusammen, hier gibt’s natürlich auch Tickets für die Nacht (15 Euro).

Route 1: Zentrum

Sie führt u. a. zu: Kultusministerium in den idyllischen Theatinerhof (Foto rechts), Nationaltheater, Ratskeller, Künstlerhaus am Lenbachplatz, Parkcafé, DT Tanzschule am Deutschen Theater, Gloria Palast, Parkcafé, Asamkirche, Stadtmuseum, Glockenbachwerkstatt, Gasthaus Isarthor.

Route 2: Südwest

Hier hält der Bus u. a. an: Hochschule für Musik und Theater, Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, Steinheil, Pressehaus von tz und Münchner Merkur, Paulaner Bräuhaus, Agentur für Arbeit, Toskana Weinhandlung & Weinbar, UnhaltBAR.

Route 3: Schwabing

Hier geht’s u. a. zu: Institut français, Gartensalon, MusikAkademie Schwabing, Salon Irkutsk, Café am Nordbad, Hopfendolde, Heppel & Ettlich im Drugstore, Schwabinger Podium, Rischart Café Rialto, Shamrock Irish Pub, Anthroposophische Gesellschaft und Katholische Hochschulgemeinde.

Route 4: Ost

Sie führt u. a. zu: Technisches Zentrum München, Piano-Fischer,

Gasteig, Gema, Dreigroschenkeller, Unterfahrt, EscoBar, Lissabon-Bar, NachtKantine nebst Biergarten, Kunstbar Ost, OnStage und Titty Twister.

Tipps der Veranstalter (Münchner Kultur GmbH):

Reise ins Lichterlabyrinth am Platz vor St. Ursula (Tour Schwabing, Haltestelle Münchner Freiheit, Kaiserplatz 1) mit einem Lichtermeer aus Tausenden Kerzen und mehr.

Gärtnerplatz im Prinzregententheater mit der Musical-Produktion Singin’ In The Rain – ab 16 Uhr Platzkarte erforderlich, erhältlich gegen Vorlage des Musiknacht-Tickets am Zentralen Vorverkauf der Staatsoper am Marstallplatz 5 – so lange der Vorrat reicht.

Die Ois is Blues Tram fährt zwischen 20 und 1.52 Uhr vom Sendlinger Tor zum Ostbahnhof. Der Andrang ist meistens groß, los geht’s zur vollen Stunde am Sendlinger Tor.

Infos: muenchner.de

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