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Bayerischer Filmpreis: Die Favoriten räumen ab

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Für „Liebe“ gab es am Freitagabend auch den Bayerischen Filmpreis: Regisseur Michael Haneke (li.) bespricht eine Szene mit seinen Darstellern Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant.

München - Am Oscar-Favoriten Michael Haneke ist auch die Jury des Bayerischen Filmpreises nicht vorbeigekommen. Bei der Gala im Münchner Prinzregententheater wurde der Österreicher für „Liebe“ mit dem Regiepreis ausgezeichnet.

Darüber hinaus waren die Entscheidungen vor allem eines: erwartbar.

Die Ehrenpreisträgerin: Margarethe von Trotta.

Man nehme den Anwärter auf den wichtigsten Filmpreis der Welt, eine internationale Großproduktion, eine Schauspielerin, die längst über jeden Zweifel erhaben ist, sowie als Beiwerk einige ambitionierte kleine Filme – und schon hat man die Sieger des 34. Bayerischen Filmpreises. Launig moderiert von Christoph Süß und Sandra Rieß wurden die Auszeichnungen am Freitag im Rahmen einer festlichen Gala im Münchner Prinzregententheater verliehen. Mit insgesamt mehr als 300 000 Euro Preisgeld ist der Bayerische Filmpreis die zweithöchstdotierte Auszeichnung in der deutschen Filmlandschaft – nur beim Bundesfilmpreis gibt es mehr zu gewinnen.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gab es heuer kaum überraschende Entscheidungen: Nach der Goldenen Palme in Cannes, dem Golden Globe und fünf Oscar-Nominierungen (Verleihung: 24. Februar) war erwartbar, dass Michael Haneke auch im Prinzregententheater ausgezeichnet wird. Der Regiepreis für sein berührendes Altersdrama „Liebe“ geht also absolut in Ordnung.

Das gilt auch für Barbara Sukowa, die für die Titelrolle in „Hannah Arendt“ geehrt wurde – „Schauspielkunst vom Allerfeinsten“, befand die Jury. Wer sich davon überzeugen will: Margarethe von Trottas Film läuft derzeit in den Kinos. In Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer, den eine Erkältung ans Bett fesselte, verlieh Wirtschaftsminister Martin Zeil der 70-jährigen Regisseurin den Ehrenpreis für ihre Verdienste um den bayerischen und deutschen Film. Dabei hob Zeil vor allem von Trottas Kunst hervor, Frauenfiguren auf die Leinwand zu bringen: „Mit großer Sensibilität und Empathie schildert sie die Entwicklung ihrer weiblichen Charaktere und deren Ringen um Freiheit, Würde und Selbstbestimmung.“

Doch es ging am Freitag nicht nur um die Filmkunst: Die Jury honorierte mit dem Produzentenpreis für Stefan Arndt, der die Literaturverfilmung „Cloud Atlas“ von Tom Tykwer, Lana und Andy Wachowski ermöglichte, ausdrücklich auch dessen „wirtschaftliches Wagnis“.

Bester Darsteller: Tom Schilling in „Oh Boy!“.

Sehr verdient sind die beiden Filmpreise für Jan Ole Gersters in Schwarz-Weiß (!) gedrehte Komödie „Oh Boy!“: Der Regisseur wurde für sein Skript ausgezeichnet; sein Hauptdarsteller Tom Schilling als bester Schauspieler: „Hut ab vor dieser großartigen schauspielerischen Leistung im schwierigen Fach Komödie“, urteilte die Jury. Sabin Tambrea, der die Titelrolle in „Ludwig II.“ spielt, als besten Nachwuchsdarsteller zu ehren, mutet dagegen eher wie ein Trostpflaster für einen Film an, der bei den Zuschauern durchfiel.

Bayerischer Filmpreis: Stars und Sternchen in München

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Das kann man vom herrlich schrägen „Türkisch für Anfänger“ nicht behaupten: Mehr als 2,3 Millionen Menschen sahen Bora Daǧtekins Komödie – folgerichtig ehrten Bayerns Kinogänger den Film mit dem Publikumspreis.

Michael Schleicher

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