Haben sie Informationen verkauft?

Führende LKA-Beamte abgehört

+
BR-Polizeireporter Oliver Bendixen (62)

München - Der BR kritisiert die Münchner Staatsanwaltschaft, weil sie aufgrund einer einzigen Beschuldigung monatelang die Telefone zweier leitender Beamter des Landeskriminalamtes (LKA) abgehört hat.

Dabei sind offenbar auch Telefonate mit dem BR-Polizeireporter Oliver Bendixen (62) belauscht worden.

Laut BR hatte ein Informant im September 2012 gegenüber der Staatsanwaltschaft behauptet, die beiden Polizisten hätten mit Hilfe des Reporters Informationen aus dem Verfahren der österreichischen Pleitebank Hypo Alpe Adria gegen die BayernLB verkauft – 140 Akten auf Datenträgern für angeblich 30 000 Euro.

Die Ermittlungsverfahren wegen Bestechlichkeit wurden inzwischen eingestellt – wegen „erwiesener Unschuld“, wie es in den Einstellungsverfügungen heißt. Thomas Steinkraus-Koch, Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, begründet: „Sobald ein Anfangsverdacht besteht, müssen wir tätig werden.“ Deshalb seien die Anträge beim Amtsgericht gestellt worden.

„Ich bin entsetzt über derart dilettantische Ermittlungen, bei denen ohne Prüfung der Plausibilität, schwerwiegende Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte unbescholtener Bürger beantragt werden“, sagte BR-Journalist Oliver Bendixen gestern gegenüber der tz.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag

Kommentare