Axel Robert Müller strandete am Flughafen

Sandsturm stoppt Kanaren-Urlauber: Die 55-Stunden-Odyssee eines Bayern-3-Moderators

+
Axel Robert Müller strandete am Flughafen – nach Gran Canaria kam er nicht

Diese Reise wurde zum Albtraum! Eigentlich wollte Axel Robert Müller (44) nur dem deutschen Winter entfliehen und mit seiner Familie auf Gran Canaria entspannen. Doch es kam ganz anders.

  • Wüstensturm Calima wütete auf den Kanarischen Inseln.
  • Bayern 3-Moderator wollte mit seiner Familie dort Urlaub machen
  • Stattdessen erlebte er eine Reise-Odyssee

München - Eine Woche Urlaub hatte der Bayern 3-Moderator und Kommunikationstrainer Axel Robert Müller gebucht. Doch auch nach zwei Tagen war er noch nicht am Urlaubsort angekommen!

Schuld ist der Wüstensturm „Calima“, der auf den Kanarischen Inseln wütete. Von der Sahara wehte ein brauner Teppich über das Meer: So stark, dass die Flughäfen auf den Inseln schließen mussten. Axel Robert Müller, der mit seiner Frau und seinen zwei Kindern unterwegs war, erlebte eine brutale Reise-Odyssee.

„Wir sind am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr von München losgeflogen“, sagt der beliebte Moderator. Die Ankunft: 20 Uhr. So zumindest der Plan. Doch über Marokko musste der Flieger umkehren: Der Sturm war zu stark! In Toulouse (Frankreich) landete das Flugzeug. Später ging es weiter nach Stuttgart, wo Familie Müller übernachten musste. „Gegen 23 Uhr kamen wir dort an. Da wären wir mit dem ICE von München aus schneller gewesen“, scherzt Müller.

Sturm „Calima“ wehte Wüstensand aus der Sahara über die Kanaren.

Doch sein Galgenhumor wurde auf die Probe gestellt – denn Sonntag wurden die Reisestrapazen noch schlimmer. Statt Richtung Süden flog Tuifly die Urlauber nach Hannover. Von dort sollte es endlich auf die Kanaren gehen. „Nach stundenlangem Warten mussten wir leider erneut ins Hotel“, sagt Müller, der mit seiner Familie zum zweiten Mal übernachten musste. Inzwischen war er schon anderthalb Tage unterwegs…

„Wir waren schon auf dem Rollfeld, mussten aber wieder aussteigen“

Um 10 Uhr am Morgen sollte der Flieger endlich starten. Doch wieder nichts! „Wir waren schon auf dem Rollfeld, mussten später aber wieder aussteigen.“ Erneut langes Warten am Flugsteig. Um 14:35 Uhr plötzlich die Durchsage: Der Flug wurde gestrichen. Zum dritten Mal! 48 Stunden nach Reisebeginn sollten die Passagiere schon wieder ins Hotel. „Ohne uns“, entschied Familie Müller. „Es reicht. Wir fahren heim.“ Von Hannover nach Fürstenfeldbruck, auf eigene Kosten. Für heute 10 Uhr hat Tuifly zwar erneut den Abflug nach Gran Canaria angekündigt, vielen Fluggästen gingen aber längst die Kräfte aus.

Standsturm war „eine absolute Ausnahmesituation“

Die Lage rund um den Sandsturm sei „eine absolute Ausnahmesituation“, sagt Tui-fly-Sprecher Aage Dünhaupt. Sieben Maschinen seien aus Sicherheitsgründen zurückbeordert worden. Das größere Problem: Der Flughafen Las Palmas war komplett geschlossen. Erst um 13 Uhr durften wieder Flieger landen – nach und nach konnten die Maschinen auf Gran Canaria abgefertigt werden. Tuifly sei aber verpflichtet, die Flüge durchzuführen. „Die Verspätung ist blöd. Viel mehr geärgert habe ich mich aber, wie schlecht wir informiert wurden“, sagt Müller.

Wetter-Experten stellen eine erste Prognose für den Sommer 2020. Das Resultat ist beunruhigend und deuten auf eine der extremsten Wetterlagen seit 70 Jahren hin.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Corona in München: Diese Geschäfte haben geöffnet - Eine große Übersicht
Corona in München: Diese Geschäfte haben geöffnet - Eine große Übersicht
Stammtisch trifft sich vor der Handykamera - weitere Aktionen rühren einen Corona-geplagten Wirt zu Tränen
Stammtisch trifft sich vor der Handykamera - weitere Aktionen rühren einen Corona-geplagten Wirt zu Tränen
Von Einheimischen angefeindet: Münchner Urlauber in Südamerika gefangen - „Drehen ein bisschen am Rad“
Von Einheimischen angefeindet: Münchner Urlauber in Südamerika gefangen - „Drehen ein bisschen am Rad“

Kommentare