Parallel zur Wiesn

Anstich zum Landwirtschaftsfest: Milch aus dem Fassl

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Ernste Miene zum witzigen Spiel: Georg Wimmer (l.), Gesamtleiter des Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfestes, beim Milchanstich auf dem Gelände der Oidn Wiesn.

München - Den Anstich hat das Bayerische Landwirtschaftsfest der Wiesn schon voraus. Denn die Milch fließt bereits aus dem Fassl. Und nicht nur deshalb läuft es.

O'zapft is! Auf dem südlichen Teil der Theresienwiese wurde am Freitagvormittag bereits der Hammer geschwungen. Dieses Mal floss aus dem hölzernen Fass allerdings kein Gerstensaft, sondern Milch. Klingt komisch? Ist es aber nicht. Denn am 17. September öffnet nicht nur die Wiesn, sondern auch das alle vier Jahre stattfindende Bayerische Landwirtschaftsfest wieder seine Pforten. "Ich bin überglücklich, dass nach wie vor so viele Hersteller nach München kommen wollen. Wir sind bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht", sagt Georg Wimmer, Gesamtleiter des ZLF.

Sein persönliches Highlight? Der riesige Kuhstall, der den Besuchern einen Einblick in die moderne Landwirtschaft gewähren soll. "Ich bin fest davon überzeugt, dass sich weit verbreitete Klischees und falsche Vorstellungen von der Tierhaltung nur durch persönliches Erleben und Anschauen aus der Welt schaffen lassen", sagt Wimmer. Obwohl es bis zum Einzug der vierbeinigen Bewohner noch mehr als eine Woche dauert, witzelte Wiesn-Stadtrat Otto Seidl: "Wenn ich jeden Tag einen Liter Milch bekomme, darf der Stall bis 2020 stehen bleiben."

Eröffnet wird die traditionelle Dorffest-Gaudi am 17. September um 9 Uhr durch Ministerpräsident Horst Seehofer. Danach heißt es: Marktplatz frei für neun Tage mit Tieren, Technik und Tradition. Ganz nach dem Motto: Landwirtschaf(f)t Heimat.

Sarah Brenner

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