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"Tatsachen verdreht"

Nach Fußballspiel: Schwere Vorwürfe gegen Polizei

München - Nach den Vorfällen beim Spiel der Bayern-Amateure gegen den 1. FC Schweinfurt 05 mit zehn Verletzten erhebt der Fanbeauftragte der Schweinfurter schwere Vorwürfe gegen die Polizei.

Diese würde „komplett die Tatsachen verdrehen“, sagte Dominik Gross dem BR. Er kündigte an, noch am Montag Anzeige gegen das Unterstützungskommando (USK) zu erstatten.

Bei den Auseinandersetzungen im Grünwalder Stadion waren am Samstag sechs Polizisten und vier Fans verletzt worden. Die Polizei gab am Sonntag den Schweinfurter Anhängern die Schuld für die Eskalation. Etwa 70 Fans hätten nach dem Spiel versucht, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen und zum Mannschaftsbus der Bayern zu gelangen. USK-Beamte, die eine Kette bildeten, seien attackiert worden. Daraufhin wehrten sich die Beamte mit Schlagstöcken. Gegen mehrere Schweinfurt-Fans wird nun unter anderem wegen Landfriedensbruch ermittelt.

In Internet-Foren bringen Schweinfurts Fans ihr Entsetzen über die Polizei-Schilderung zum Ausdruck. Nach der Erlaubnis, das Stadion zu verlassen, so Gross, seien USK-Beamte auf die abziehenden Fans losgegangen. „Völlig grundlos, wir wussten überhaupt nicht, was los ist“, sagte Gross. Er widersprach auch Vorwürfen, seine Frau habe den neunjährigen Sohn in die Polizeikette geschubst, um eine Verletzung zu provozieren: „Diese Behauptung ist kompletter Irrsinn.“

ary

Rubriklistenbild: © dpa

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