Zwei Beispiele aus München

Bayern-Boom: Regionale Produkte gefragt wie nie

München - Regional ist in. Das ist ein Fazit des Handelsverband Bayern (HBE) im Rückblick auf 2013. Die tz stellt zwei Beispiele vor.

Es war ein erfolgreiches Jahr für den Einzelhandel. Der Umsatz stieg in Bayern um 4,5 Prozent auf 25,5 Milliarden Euro. Das ist der höchste Zuwachs seit über zehn Jahren.

Vorallem die großen Supermärkte ab 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche sind die Gewinner, wogegen die kleinen Supermärkte weiter unter Druck geraten. Überraschungssieger sind die Discounter. Durch Frische, Angebotstiefe und neues Ladenlayout haben Aldi, Lidl und Co. 2013 ein Comeback gefeiert. „Dies hat der Kunde honoriert“, sagt Matthias Zwingel (49), Vizepräsident des HBE.

Die Menschen verändern auch ihren Anspruch und achten wieder mehr auf Qualität. Außerdem will der Kunde Waren aus Bayern. „Regional ist das neue Bio“, so Alexander Spickenreuther (35) HBE-Geschäftsführer. Jeder vierte Euro wird für regionale Lebensmittel ausgegeben. Dennoch bleibt Bio der Markt der Zukunft.

Nicolai Kunz 

Neue, junge Kunden

Wir hatten 2013 einen Zuwachs an neuer jüngerer Kundschaft, das hat uns sehr gefreut. Vor allem unser Obazda und Ziegenkäse sind sehr beliebt. Ich wünsche mir, dass 2014 genauso erfolgreich verläuft wie 2013.

Gisela van Riesen (69), Kauffrau aus München

Interesse für Bio steigt immer mehr

Bei uns gab es 2013 keinen Boom. Lediglich beim Obst und Gemüse gab es eine größere Steigung. Es zeichnet sich jedoch ein Trend ab: Immer mehr Menschen leiden unter Unverträglichkeiten und kaufen deshalb bei uns alternative Produkte. Außerdem gibt es einen Trend in Richtung regionaler Bio-Produkte. Ich denke, 2014 wird das Interesse für Bio weiter steigen.

Werner Liegel(59), Bio-händler, München

Rubriklistenbild: © Kurzendörfer

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