Entscheidende Sitzung steht an

Söder lässt durchblicken: Erhebliche Corona-Lockerung kommt - Bayerns Kinder warten schon lange darauf

Am Donnerstag spricht Markus Söder Klartext zur neuen Corona-Strategie in Bayern. Schon tags zuvor sickern seine Pläne durch.

Update 29. September, 10.10 Uhr: Bayerns Schulkinder und deren Eltern dürften ob dieser Kunde frohlocken: Offenbar müssen am Sitzplatz im Unterricht künftig keine Masken mehr getragen werden. BR-Reporterin Eva Lell berichtet von einer entsprechenden Söder-Ansage bei einer Zusammenkunft der CSU-Fraktion. Einen Beschluss dazu soll es allerdings erst morgen (siehe unten) im Kabinett geben.

Ab wann genau die Maskenpflicht am Platz entfallen soll, blieb aber zunächst offen. Diese hatte seit dem Start des neuen Schuljahres wieder gegolten, um nach den Sommerferien die Corona-Gefahr an den Schulen einzudämmen - bis auf weiteres, hatte es geheißen, ein konkretes Enddatum war bisher nicht genannt worden.

Söder kündigt Club-Öffnungen in Bayern an: „Es bleibt dabei“

Ursprungsmeldung:

München - Das Nachtleben im Freistaat Bayern könnte schon in Bälde einen Schub bekommen. Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga erwartet nach den Schließungen in der Corona-Pandemie bereits in den ersten Oktobertagen die Öffnung von Clubs und Diskotheken.

Ein Praxischeck zum geplanten Hygienekonzept sei positiv verlaufen, erklärte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. Man sei auf einem guten Weg. Beschlossen werden soll die Öffnung am Donnerstag (30. September) im Kabinett in München. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bereits vergangene Woche angekündigt: „Es bleibt dabei: Wir werden die Öffnung von Clubs und Diskotheken zum Oktober dann erlauben.“ In vielen anderen Bundesländern ist der Betrieb bereits seit Monaten wieder gestattet.

Offene Fragen bleiben allerdings: Der Dehoga geht bislang davon aus, dass die Öffnung unter der Bedingung der „3G-Regel“ erfolgt - also genesen, geimpft oder getestet - allerdings mit einem genaueren PCR-Test.

Aber welche Corona-Regeln gelten dann für Diskotheken?

Damit sei man von Seite der Betreiber einverstanden, gab Geppert zu Protokoll. „Wir brauchen in den Discos und Clubs möglichst viel Normalität“, betont er. Durch den strengen Zugang seien Freiheiten beim Betrieb möglich.

Bei der Umsetzung der Zugangskontrollen sieht er keine Probleme: Bei Diskotheken und Clubs seien diese ja seit jeher üblich und streng. Von etwaigen Beschränkungen der Besucherzahl oder Maskenpflicht für die Besucher hält er dagegen nichts. Das würde nach Einschätzung des Dehoga nicht funktionieren - weder für die Gäste noch wirtschaftlich für die Betreiber. (lks mit dpa)

Markus Söder dürfte diese Einschätzung gefallen: Ein renommierter Wahlforscher hat nun erklärt, wie viel Prozent die Union mit ihm als Kanzlerkandidat abgeräumt hätte.

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