Bayern gegen Dresden: Problemfans halten Polizei auf Trab

München - Schlägereien, Beleidigungen und Sachbeschädigungen - nicht nur Fußball stand am Sonntag im Grünwalder Stadion im Mittelpunkt. Dresdner und Münchner Problemfans hielten die Polizei auf Trab.

Am Sonntag kickten im Grünwalder Stadion der FC Bayern München II und Dynamo Dresden. Von den ca. 3200 Zuschauern waren rund 1.700 Dresdner Fans zum Fußballspiel angereist. Bereits am Hauptbahnhof musste ein 31-jähriger Dresdner wegen Beleidigung festgenommen werden. Während der Anfahrt zum Stadion in der U-Bahn kam es zu drei weiteren Festnahmen.

Das Spiel wurde pünktlich um 14 Uhr angepfiffen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich aufgrund der späten Ankunft am Stadion noch ca. 300 Dresdner Fans an den Einlasskontrollen. Dort wurde auch Pyrotechnik abgebrannt. Der Verursacher konnte jedoch nicht festgestellt werden. Im weiteren Verlauf bedrängte eine Gruppe von Dresdner Fans Polizeikräfte. Dabei wurde ein Polizeibeamter auf den Kopf geschlagen, aber nicht verletzt. Eine weitere Person schlug ebenfalls auf diesen Beamten ein. Um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen, musste Pfefferspray und der Schlagstock eingesetzt werden. Die beiden Schläger im Alter von 25 und 34 Jahren konnten von den Beamten festgenommen werden.

Obwohl einer der beiden durch den Pfeffersprayeinsatz verletzt wurde, verweigerte er eine ärztliche Behandlung vehement. Bei der Abreise kam es nach Angaben der Polizei im Bereich des U-Bahnhofes Candidplatz zu einem Aufeinandertreffen von Dresdner und Münchner Problemfans. Eine bevorstehende Auseinandersetzung konnte durch Einsatzkräfte verhindert werden. Die Begleitung der Dresdner Fans mit dem Zug von München Richtung Hof übernahm im Weiteren die Bundespolizei. Im Zug kam es zu mehreren Sachbeschädigungen. In Hof wurde deshalb von allen Fußballfans die Identität festgestellt.

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