FCB: Neue Arena nur für Hobby-Sportler!

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Die Zentrale des FC Bayern an der Säbener Straße

München - Der FC Bayern plant eine neue Arena nur für Hobbysportler! FCB-Vize Bernd Rauch hat die Zweifel der Politiker am Mittwoch ausgeräumt. 1200 Sportler freut das ganz besonders.

Die Fußballer stehen kurz vor dem Finale der Champions League, die Basketballer wollen an die Spitze in der gerade erst erreichten Bundesliga – aber das ist nur die eine Seite des FC Bayern. Die andere will Freizeit-Sportlern in jedem Alter eine Heimat bieten. Darum plant der Verein eine Sportwelt an der Ingolstädter Straße im Norden – mit bis zu sieben Fußballfeldern, Leichtathletik-Bahn und vier Sporthallen, eine davon für bis zu 5000 Zuschauer! Das Rathaus wird den Plan genehmigen.

FCB-Vize und Architekt Bernd Rauch konnte am Mittwoch Zweifel der meisten Stadträte ausräumen. Hinter verschlossenen Türen versicherte er, dass die Anlage wirklich nur dem Breitensport zur Verfügung stehe und insbesondere die Mega-Halle nicht für Spiele der Profi-Basketballer genutzt werde, sondern höchstens fürs Training. Schließlich seien maximal 5000 Plätze geplant. Ob die Halle so groß werde, sei offen. Dagegen plane der FCB für die Basketballer nun mit 10 000 Zuschauern – nachdem der Dome, die umgebaute Rudi-Sedlmayer-Halle, seit Wochen mit je 6700 Zuschauern ausverkauft ist. So fasste zumindest OB Christian Ude (SPD) Rauchs Äußerung zusammen. Der Bayern-Vize wollte nach der Sitzung nichts sagen. Erst solle der Stadtrat den Bebauungsplan durchwinken.

Das wird erst nächste Woche geschehen, obwohl SPD, CSU, FDP und FW Zustimmung signalisierten. Grünen-Stadtrat Boris Schwartz wollte die neuen Informationen erst sacken lassen, die der FCB laut OB Ude am Mittwoch nach fünfjähriger Planung dem Stadtrat gab. Rauch bestritt das allerdings.

Linke und Freie Wähler forderten eine bessere Verkehrsanbindung. Zwar sollen auf dem Gelände 2000 Parkplätze entstehen, aber nur der Bus 294 hält dort. Weitere Buslinien fahren Hunderte Meter entfernt ab. „Wir brauchen die Flächen für den Breitensport“, sagte FDP-Fraktionschef Michael Mattar. „Größer könnte der Glücksfall nicht sein“, erklärte CSU-Frau Mechthilde Wittmann.

Die 1200 aktiven Sportler aller acht FCB-Abteilungen mit 65 Mannschaften sollen dort trainieren. Vorteil für die Stadt: In den anderen Hallen werden Zeiten für andere Vereine frei. Die Profi-Basketballer sollen einmal in einer neuen Mega-Arena unterkommen. Allerdings werden im Olympiapark die Karten neu gemischt, nachdem der Aufsichtsrat am Dienstag ein Zukunftskonzept forderte.

David Costanzo

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