FC Bayern plant neue Sportwelt in München!

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Die Allianz Arena ist die Heimstätte der Fußballprofis des FC Bayern und des TSV 1860

München - Sieben Fußballplätze, eine Leichtathletikanlage und eine große Halle für Tausende Zuschauer: Der FC Bayern plant eine Sportwelt jenseits des Profifußballs. Das sind die Pläne:

Eigentlich hätte das Rathaus am Mittwoch einen Erfolg für die Sportstadt München feiern können: Der FC Bayern plant eine Sportwelt für seine 1400 Mitglieder jenseits der Fußball-Profis – mit mehreren Spielfeldern und Turnhallen, eine davon für bis zu 5000 Zuschauer! Bei dieser Dimension wurde manchem Stadtrat mulmig, der Bebauungsplan wurde eilig vertagt. Schließlich prüft die Stadt parallel eine weitere Sport-Arena im Olympiapark – unter anderem für die FC Bayern-Basketballer. Was wird dann aus diesem Bau?

Der Plan der neuen Sportwelt - zum Vergrößern hier klicken

Der Münchner Norden soll eine Heimat für die FCB-Kinder und Amateure bieten: Handballer, Nachwuchs- und Seniorenkicker, Turner und Tischtennisspieler sollen einmal ganz im Norden der Stadt trainieren – im Schatten der Allianz Arena. Der Verein hatte Ende 2006 den nördlichen Teil der Fürst-Wrede-Kaserne an der Ingolstädter Straße gekauft, es war einmal von einer Investitionssumme von 70 Millionen Euro die Rede. Die rund 30 Hektar liegen jeweils knapp zur Hälfte in der Landeshauptstadt und auf dem Gebiet vom Oberschleißheim. Die Pläne sind in Grundzügen bekannt. „Ziel des Vereins ist ein Vereinsgelände für den Amateuersport“, schreibt Stadtbaurätin Elisabeth Merk im Entwurf des Bebauungsplans. Errichtet werden sollen demnach:

Sieben Fußballfelder, darunter vier Rasen- und drei Kunstrasenplätze, einer mit Leichtathletikanlage, sowie kleinere Spielfelder. Dazu kommt ein Vereinsheim mit Konferenzräumen, Gastronomie und ein Fan-Shop sowie Umkleiden.

Vier Sporthallen, da­runter zwei mit 200 Plätzen, eine mit 500 Plätzen und eine Mega-Arena mit 5000 Plätzen!

Darum besteht das Planungsreferat auf fast 2000 Parkplätzen, davon sollen 1160 im Parkhaus unterkommen, dazu rund 25 Busplätze sowie 500 Fahrrad-Stellplätze.

Die Größenordnung ließ manchen Stadtrat stutzen: Eine Sporthalle mit 5000 Plätzen? Für Amateure? Sollen da am Ende die Bundesliga-Basketballer einziehen, die nur bis 2016 oder 2018 im Audi Dome (Rudi-Sedlmayer-Halle) vor bis zu 6700 Fans Körbe legen? Beim FC Bayern betreut der 2. Vize und Architekt Bernd Rauch das Projekt, der jetzt dem Stadtrat berichten soll. Der FCB wollte auf Anfrage der tz keine Stellungnahme abgeben.

Die Politik hat zwei Fragen: „Wir wollen wissen: Was bedeutet die Zahl 5000, zumal auch schon kleinere Zahlen im Gespräch waren?“, sagt OB Christian Ude (SPD). „Und: Wie steht der FC Bayern zum Olympiapark?“ Denn dort berät am 17. April der Aufsichtsrat über eine neue Mega-Arena, für die sich bisher die Basketballer des FCB und die Eishockey-Cracks des EHC interessierten. Nach tz-Informationen raten die Gutachter zum Bau auf dem Areal der Radsporthalle – mit 7500 Plätzen, die auf 10 000 Plätze ausgebaut werden könnten.

„Die Planungen müssen aufeinander abgestimmt werden“, sagt auch CSU-Planungssprecher Walter Zöller. Schließlich kann die Halle die Stadt nach früheren Angaben bis zu 100 Millionen Euro kosten, außerdem empfehlen die Gutachter eine Sanierung des Eissportzentrums für rund 10 Millionen Euro.

David Costanzo

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