Persönliches Anliegen von Kardinal Marx

Bayernhymne künftig in Münchner Gotteslob

München - Die Bayernhymne "Gott mit dir, du Land der Bayern" wird ab dem 1. Advent 2013 im Münchner Gotteslob zu finden sein. Damit konnte Kardinal Marx ein persönliches Anliegen umsetzen.

Die Bayernhymne hält erstmals Einzug in das katholische Gesang- und Gebetsbuch „Gotteslob“. Im ergänzenden Regionalteil für die Erzdiözese München-Freising wird „Gott mit dir, du Land der Bayern“ seinen Platz finden, wie die Pressestelle des Erzbistums am Montag mitteilte. Dem Münchner Kardinal und gebürtigen Westfalen Reinhard Marx sei die Aufnahme ein persönliches Anliegen gewesen. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) habe dies begrüßt: „Denn Bayern ist ein christlich geprägtes Land und in der Bayernhymne ist diese christliche Prägung ja auch stark zum Ausdruck gebracht.“

Das neu konzipierte „Gotteslob“ wird am 1. Adventssonntag dieses Jahres in den katholischen Gemeinden Deutschlands, Österreichs und Südtirols eingeführt. An der Erstellung haben sich in einer eigens gegründeten Kommission 37 Diözesen beteiligt. Der erst 2003 entstandene zweite Diözesanteil des Gotteslobs für die Erzdiözese hatte laut Mitteilung Vorbildcharakter für die neue Publikation. Viele Lieder daraus seien in den Stammteil übernommen worden.

Mit "Gott mit dir, du Land der Bayern" bekennt sich Freistaat zum Christentum

Die Bayernhymne wird oft bei kirchlichen Anlässen wie dem Festtag der Patrona Bavariae am 1. Mai gesungen. Auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. schätzt sie. In der ersten Zeile „Gott mit dir, du Land der Bayern“ bekennt sich der Freistaat zum Christentum. Der Bayerische Rundfunk beschließt sein tägliches Programm mit der Hymne. Geschrieben wurde das Lied 1860 vom Münchner Lehrer Michael Öchsner. Komponist war Konrad Max Kunz, Professor am Münchner Konservatorium und Chordirigent an der Königlichen Oper.

Als das Deutschlandlied von Hoffmann von Fallersleben 1952 zur Nationalhymne der Bundesrepublik bestimmt wurde, setzte der Bayerische Landtag auch das Bayernlied auf die Lehrpläne der Schulen. Seit 1964 heißt es offiziell Bayernhymne. Den Text gibt es in mehreren Varianten. Die „Königsstrophe“ ist seit 1919 nicht mehr gebräuchlich und wurde 1946 durch eine Neudichtung von Josef Maria Lutz ersetzt. Bayerns Ministerpräsident Franz Josef Strauß (1915 bis 1988) legte 1980 fest, dass die 1953 beschlossene zweistrophige Fassung bei offiziellen Anlässen verwendet wird.

kna

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