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„Eine riesige Integrationschance“

Bayernpartei will, dass München mehr Bairisch-Kurse anbietet

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München von oben. 

Die Bayernpartei im Stadtrat will sich diesmal nicht abwimmeln lassen, wenn sie mehr Bairisch-Kurse für München fordert. Und die Partei erinnert an die Geschichte vom „zu bairisch sprechenden Hausmeister“. 

Vorzeige-Bayer: Schulhausmeister Günter Greiner.

München - Es ist ein politischer Vorstoß für den Erhalt und die Förderung der bairischen Sprache: Die Bayernpartei im Stadtrat will von der Verwaltung wissen, wie es um die Mundart-Angebote an Münchner Kindergärten und Schulen bestellt ist. Nicht zum ersten Mal: „Wir haben über die Jahre immer wieder Anfragen und Anträge dazu gestellt. Aber die wurden immer wieder abgewiegelt. Man will sich schlichtweg nicht damit auseinandersetzen, weil es vielleicht a bissal weh tut“, sagt Stadtrat Richard Progl, Initiator der Anfrage. Denn es könne zu „Widerständen nicht zuletzt von zuagroasten Eltern“ kommen. „Man sieht das ja auch an dem Beispiel des Hausmeisters.“ 

Wie wir berichteten, hatte der Schulleiter einer Münchner Schule die Eltern um Geduld mit dem Bairisch sprechenden Hausmeister Günter Greiner gebeten – der Dialekt als Makel. Dass in „Minga“ das Bairische schon immer einen schweren Stand hatte, weiß Progl aus eigener Erfahrung: „Meine Mutter ist in Berg am Laim auf die Schule gegangen. Schon damals wurde meine Großmutter einbestellt, weil meine Mutter zu Bairisch geredet hat. Das war in den 50er-Jahren.“ 

Bei ihm selbst habe es später ähnlich ausgesehen, und heute versuche er seinen beiden Kindern den Dialekt näherzubringen – fast unmöglich. Damit der Dialekt endlich einen festen Platz in der Stadt hat, fordert die Bayernpartei „Bairisch-Unterricht flächendeckend auf freiwilliger Basis“. Dass es funktioniere, wisse man: „Die vereinzelten Angebote, die es gibt, werden sehr gut angenommen.“ Nicht zuletzt fördere so ein Angebot auch die Integration: „Egal ob das Kind aus Bayern, Hamburg oder Eritrea kommt – alle lernen eine gemeinsame Sprache. Das ist eine riesige Integrationschance“, sagt Progl.

Lesen Sie hier aus unserem Archiv: Der wahrscheinlich erste Bairisch-Kurs Bayerns in einem Kindergarten findet in Trudering statt. In St. Franz Xaver lernen die Kleinen Begriffe, die im Münchnerischen teilweise verschwunden sind. Die Nachfrage ist riesig.

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Daniela Schmidt

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