Aufgabe: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Hier kommt die ­Radl-Polizei

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Sie strampeln für mehr Sicherheit: Polizeihauptmeister Claudio Filipini (li.) und Polizeiobermeisterin Salome Braune.

München - Die Sonne scheint wieder länger, ein Weckruf auch für die Schönwetter-Fahrer wieder mehr Rad zu fahren. Die Polizei warnt und wird elf Tage im April vermehrt kontrollieren.

Rücksicht ist, wenn alle ein wenig aufeinander Acht geben: Unter dem Motto „G’scheid Radln“ eröffnen auch Polizei und Kreisverwaltungsreferat ab sofort die Radlsaison 2016. Vom 18. bis 29. April werden speziell auf viel befahrenen Radlrouten in der ganzen Stadt Radlstreifen der Polizei unterwegs sein. Und das ist keine Schikane: Angesprochen werden nicht nur rücksichtslose Radfahrer. Das beste Radlwegenetz nutzt nichts, wenn Autos darauf parken. Auch beim Abbiegen übersehen Autofahrer allzu oft die Radler, was zu schwersten Unfällen führen kann. Und auch Fußgänger werden auf Fehler angesprochen, wenn sie zum Beispiel den Radfahrern unvorsichtig in die Quere laufen.

Die gefährlichsten Fehler der Radfahrer sind immer noch Rotlichtverstöße, Ablenkung durch Handys und Kopfhörer sowie Geisterradler, die immer wieder schwere Unfälle verursachen. Zudem werden die Radlstreifen immer wieder versuchen, Radfahrer zum Tragen eines Schutzhelmes zu animieren. Bei Motorrad- und Skifahrern gehört der Helm mittlerweile ganz selbstverständlich dazu. Ganz üble Folgen kann auch der Biergartenbesuch haben. Schon ab 0,3 Promille Alkohol macht sich ein Radfahrer strafbar, wenn es kracht. Ab 1,6 Promille ist der Führerschein auch ohne Unfall weg. Die Münchner Verkehrspolizei hat die Fahrradunfälle analysiert. Deren Zahl ist 2015 auf 2542 (im Jahr zuvor waren es noch 2598) gesunken. Aber: 2248 Radfahrer wurden verletzt und vier starben sogar. Bei jeden sechsten Unfall stürzte der Radfahrer aus eigener Schuld. Viele davon waren blau.

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