Er spricht von "Notwehr"

Bekannter Neonazi wegen Ohrfeige vor Gericht

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Der bullige Neonazi Stefan F. (links) sprach vor Gericht von „Notwehr“

München - „Verpisst Euch!“ Dieser Ruf eines Nazi-Gegners brachte den landesweit bekannten Rechtsextremisten Stefan F. (24) offenbar derart in Rage, dass ihm die Hand ausrutschte.

Wegen Körperverletzung musste er sich gestern vor dem Münchner Amtsgericht verantworten. Am 25. April 2013 wollten Neonazis zur Feldherrnhalle marschieren, um an das „Fanal“ des Reinhold Elstner († 75) zu erinnern, der dort 1995 Selbstmord begangen hatte. Das wurde nicht genehmigt. Doch auch beim Marsch vom Marienplatz zum Isartor wurden die Rechtsextremisten von einem wilden Pfeifkonzert der Gegner begeleitet. Die Polizei musste beide Gruppen auseinanderhalten. Am Schluss der Demo am Isartor flogen doch die Fetzen.

Der aus Bad Wörishofen stammende Stefan F. behauptet, Student Lukas G. (24) habe ihm zunächst eine Watschn verpasst. Dann habe er zurückgeschlagen. „Aus Notwehr“, so der bullige Angeklagte. Lukas G. sowie mehrere Zeugen (auch Polizisten) erklärten, der Nazi habe als erster zugeschlagen. Nur ein USK-Beamter bezeugte das Gegenteil. Die Richterin stellte darauf das Verfahren gegen eine Geldauflage ein: Stefan F. muss 900 Euro an eine Hospiz-Organisation bezahlen!

Ebu

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