2500 Zuschauer soll sie fassen können

Bekommt München eine neue Halle für Handball, Volleyball oder Hockey auf Bundesliga-Niveau?

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Erstklassigen Handball gibt es in München nur noch bei Länderspielen in der Olympiahalle. Diese wäre für ein Münchner Team aber schlichtweg zu groß.

München spielt erstklassigen Fußball, Basketball und Eishockey, doch für andere Sportarten müssen die Vereine aus der Landeshauptstadt wegen fehlender Halle ausweichen. Das soll sich laut SPD ändern.

München - Die Stadt soll den Bau einer neuen Sporthalle mit mindestens 2500 Zuschauerplätzen prüfen. Das fordert die SPD-Rathausfraktion in einem Antrag. „Es fehlt an einer bundesligatauglichen Halle“, stellt SPD-Fraktionsvize Verena Dietl fest.

Derzeit spielen neben dem FC Bayern die Eishockey-Profis vom EHC Red Bull und die Korbjäger der Basketball-Abteilung des FC Bayern erstklassig. „Wenn wir unseren Anspruch, Sportstadt zu sein, ernst nehmen, dann sollten wir auch für Vereine anderer Sportarten die Möglichkeit bieten, in einer bundesligatauglichen Halle zu spielen“, meint Dietl, die auch sportpolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist.

Eine solche Sportstätte müsste die Anforderungen erfüllen, damit dort Handball, Volleyball oder Hockey nach den Vorgaben der jeweiligen Bundesligen gespielt werden könne. „Für den Leistungssport wäre das eine tolle Perspektive“, meint SPD-Stadträtin Kathrin Abele. Hier klaffe eine Lücke in der Sportinfrastruktur. Normale Sporthallen seien zu klein – die Olympiahalle oder auch die Rudi-Sedlmayer-Halle mit ihren 6700 Zuschauerplätzen seien deutlich zu groß.

Erst in dieser Woche hatte der Stadtrat den Weg für den Bau einer neuen Heimat für die Profis vom EHC und den Bayern-Basketballern freigemacht. Die neue Multifunktionshalle auf dem Gelände des früheren Radstadions im Olympiapark soll 11.500 Zuschauern Platz bieten.

Münchner Vereine mussten häufig nach Augsburg ausweichen

Jetzt soll die Stadt klären, ob der Bedarf für eine solche Halle da ist. „Wir haben in unseren Sportgesprächen mit Vereinen festgestellt, dass es hier eine Lücke gibt“, so Dietl. So hätten Münchner Vereine in der Vergangenheit auch schon mal mit größeren Veranstaltungen nach Augsburg ausweichen müssen. Und der damalige Präsident des Bayerischen Handballverbands Gerd Tschochohei sagte im vergangenen Jahr zu unserer Zeitung: „Wenn sie eine Hallensportart wie Handball vorantreiben wollen, fehlen die räumlichen Möglichkeiten. Die Olympiahalle ist zu groß und zu teuer, Hallen mit einer Kapazität von 1000, 2500 oder 5000 Zuschauern gibt es nicht.“

Welcher Standort sich anbieten würde, lässt die SPD in ihrem Antrag bewusst offen, um den Blick nicht unnötig zu verengen.

Lesen Sie auch: Warum ist München keine Handball-Hochburg mehr?

Marc Kniepkamp

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