Die Hitliste der Landeshauptstadt

Das sind die Lieblings-Vornamen der Münchner

Das Vorderfeld der gegenwärtig am häufigsten verliehen Namen in München: Lea und Leo sind die großen Aufsteiger.

München - Sowohl der beliebste Buben- als auch der beliebteste Mädchenname können ihre Spitzenstellung in der Münchner Vornamen-Statistik behaupten. Ganz vorne in den Hitlisten hat sich wenig bewegt.

Umso mehr fällt der Aufstieg von Lea ins Auge, die es von Platz 35 auf 14 schaffte. Von Platz 43 auf 26 rückte Ella vor. In Ungnade gefallen ist Lena, die von Rang 7 auf 27 abrutschte. Dafür stieg Isabella von 50 auf 32 auf. Katharina ist inzwischen auf Platz 38 zu finden. Sie hatte zuvor noch Rang 20 eingenommen.

Die Namensvergabe wirkt sich in der Statistik kurzfristig meist nur träge aus, im Einzelfall aber bewegt sich doch was. Bei einer ganzen Reihe von Fällen dürften auch zeitgenössische Fernsehbeiträge bei der Benennung des Kindes Pate gestanden haben.

Bei den Buben ganz vorn ist Paul von 2 auf 5 zurückgefallen. Kometenhaft ist der Aufstieg von Leo, der von Platz 50 auf 18 gelangte. Aufsteiger sind auch Vincent und Valentin, die sich vom gleichen Rang 25 auf 11 und 12 verbesserten. Ein jäher Absturz bereiteten die Kindeseltern dem Benjamin, der von Platz 9 auf 29 landete. Philipp erfuhr einen Rückschlag, der ihn von 12 auf 26 führte.

Neben den Bewegungen im aktuellen Vorderfeld ist auch ein Vergleich mit den langjährigen Beobachtungen der Statistiker nicht ohne Reiz. Ein Blick auf auf die Gesamtbevölkerung der Stadt zeigt die sechs meistverbreiteten Namen, und keiner davon taucht in der aktuellen Hitliste unter den ersten 50 Namen auf: Michael, Thomas, Andreas, Christian, Peter und Stefan sind aus der Mode. Nur der aktuelle Spitzenreiter Maximilian hat noch auf der Langzeit-Liste einen respektablen 18. Platz. Außerdem war Alexander einst auf Platz 7 und ist jetzt auf Platz 5.

Auf der weiblichen Seite halten Maria und Anna die Langzeit-Spitze – und sie gehören auch zu den meistvergebenen aktuellen Namen. Doch die Dauerbrenner zwischen den Plätzen eins und zehn sind gegenwärtig out: Elisabeth, Monika, Christine, Sabine, Claudia, Barbara, Andrea und Gabriele. Nur Julia nimmt in ganz München den 7. Platz ein, und steht gegenwärtig auf dem 9. Platz.

Doch viele Eltern wollen nicht unbedingt mit der Tradition oder der Mode gehen. Leicht könnte es zu Namensverwechslungen in der Schule und im späteren Leben kommen. Einige Exklusivität verheißen Namen wie Valerie, Alissa oder Judith. Auch Andree, Leif oder Adrian haben Eltern, die ihren Sohn vom Feld der gebräuchlichsten Namen fernhalten wollen. Für eine gewisse Kontinuität in der Namensgebung sorgt die Tradition der Weitergabe von Namen von Verwandten, Paten und Freunden.  

ege

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