Büro-und Gewerbeflächen geplant

Aus dem Temmler-Areal wird „die Macherei“

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Treffpunkt: Für die „Macherei“ ist auch ein Vorplatz, eine sogenannte Plaza, geplant.

Es soll das nächste Brooklyn werden: Moderne Büro- und Gewerbeflächen sind auf dem ehemaligen Temmler-Gelände an der Berg-am-Laim-Straße geplant. 

München - „Die Macherei“ - so heißt der Gebäudekomplex, der demnächst im Münchner Osten entstehen soll. Das hat der Projektentwickler am Mittwoch bekanntgegeben. Vorgesehen ist demnach ein Büro- und Gewerbequartier. Ziel ist es, Unternehmen und Start-ups nach Berg am Laim zu locken. Den Bauvorbescheid hatte die Stadt im November genehmigt. Der Baustart ist für Herbst 2017, die Fertigstellung für Ende 2019 vorgesehen.

Es geht um das ehemalige Grundstück des Arzneimittelherstellers Temmler. Das Areal ist rund 26 400 Quadratmeter groß. Die leerstehenden Gebäude sollen noch im Januar abgerissen werden, teilte der Projektentwickler mit. Noch im Dezember herrschte im Bauausschuss Uneinigkeit über die Zukunft des Geländes.

Einkaufen, Essen, Arbeiten und Wohnen

Für das Projekt haben sich zwei Firmen zu einem sogenannten Joint Venture zusammengeschlossen. Für das Vorhaben kooperieren die Immobilien-Investment- und Managementgesellschaft
Art-Invest Real Estate und die Immobilien-Planer von Accumulata Immobilien

Geplant sind insgesamt sechs Gebäude sowie ein Vorplatz. Mehr als die Hälfte des bisher verschlossenen Grundstücks sollen zugänglich gemacht werden. In den Gebäuden entstehen den Planern zufolge Geschäfts- und Einzelhandelsflächen, Restaurants, ein Design-Hotel und ein Fitnessstudio. Auch ein sogenanntes Boardinghouse soll es geben. Das ist eine Art „Zuhause auf Zeit“, geeignet für Arbeitnehmer, die längere Zeit in fremden Städten arbeiten. 

Berg am Laim als Münchens neues Szeneviertel? 

Helle und moderne Arbeits-Visionen: So könnten die Büroräume in der „Macherei“ demnächst aussehen. 

Auf gut 55 Prozent der rund 64 000 Quadratmeter großen Mietfläche sollen Büros für 1 500 bis 2 000 Angestellte entstehen, sagte Ferdinand Spies, Geschäftsführer der Art-Invest Real Estate. Inmitten der „Macherei“ soll ein Ziegelstein-Gebäude entstehen - in Erinnerung an die früher in Berg am Laim angesiedelten Ziegelbrennereien. In dem Gebäude sollen vor allem Jungunternehmer arbeiten. 

„‘Die Macherei' orientiert sich an früheren Industriegebieten wie Brooklyn, die sich in den vergangenen Jahren zu den lebendigsten Bezirken ihrer Stadt entwickelt haben“, sagte Guido Prummer, Vorstandsmitglied Accumulata Immobilien. Um dies zu erreichen, müssten die Unternehmen auch etwas bieten - das soll nun in Berg am Laim passieren. 

Laut den Planern sollen bereits vor Vertriebsstart zahlreiche Unternehmen - unter anderem aus den Bereichen IT, Kommunikation und Marketing - Interesse gezeigt haben. Anfragen liegen demnach auch für den Einzelhandel und das Hotel vor.

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