Das bringt das Jahr im Stadtbezirk

Berg am Laim 2017: Das große Werkeln am Werksviertel

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Großbaustelle: Im Werksvi ertel werden heuer viele Gebäude weiter wachsen. Der Architekturwettbewerb für den Konzertsaal (blau) soll im Mai entschieden werden.

München - Konzertsaal, Griechische Schule, Schnapsdestille: 2017 stehen in Berg am Laim wichtige Entscheidungen an. Unsere Jahresvorschau.

Was passiert mit dem Rohbau der Griechischen Schulein Berg am Laim? Kann die Stadt ihn abreißen oder ziehen die Griechen gegen die Stadtratsentscheidung nochmals vor Gericht? Diese Frage dürfte sich dieses Jahr entscheiden. Im Rathaus hatte man beschlossen, dass endgültig Schluss ist mit immer neuen Terminen für die Fertigstellung der Hellenen-Schule und dass man das Grundstück wieder zurückhaben will. Der Abriss könnte aber schwer werden: Die Griechen haben erdbebensicher gebaut. Inzwischen ist beim Neubau für das Grundstück übrigens von einem weiteren Gymnasium für Berg am Laim, nicht mehr nur von einer Erweiterung des benachbarten Michaeligymnasiums die Rede. Es bleibt spannend, was auf dem Areal an der Hachinger-Bach-Straße passiert.

Großprojekt Werksviertel: Konzertsaal und mehr

Im Mai wird der Architekturwettbewerb für den neuen Münchner Konzertsaal entschieden. Platz findet das Gebäude im Werksviertel hinter dem Ostbahnhof. Zwischen Rosenheimer- und Aschheimer Straße entsteht in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier mit 1500 Wohnungen, Büros, Geschäften, mehreren Hotels, großen Parkanlagen, Kindertagesstätten und einer Grundschule. Auf insgesamt 38 Hektar standen hier früher Traditionsunternehmen wie Pfanni, Zündapp, Konen und Optimol, später der Kunstpark Ost. Heuer schreitet die Neubebauung dort voran.

Neue Hochhäuser an der Rosenheimer Straße

In der direkten Nachbarschaft an der Rosenheimer Straße erhält das Atlas-Gebäude wieder eine Außenhaut. Das Hochhaus mit der orangefarbenen Leuchtkugel obendrauf, war für eine umfassende Sanierung komplett entkernt worden. Nun bekommt es seine neue gläserne Außenfassade. Und rund um die Kugel eine 400 Quadratmeter große Dachterrasse.

Auch beim „Highrise One direkt neben dem „Atlas“ wird dieses Jahr die Fassade montiert. Insgesamt entstehen hier rund 20.000 Quadratmeter Büroflächen. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 angekündigt. Einziehen wird unter anderem die CTT Computertechnik AG mit ihrer Firmenzentrale.

Was wird aus der Schnapsfabrik?

Was wird aus der ehemaligen Destillationsfabrik an der Neumarkter Straße? Der Nachfolger der früheren Bundesmonopolverwaltung für Branntwein hat Konkurs gemacht, ein neuer Branntwein-Hersteller ist nicht in Sicht. Der Bund möchte das Gelände verkaufen und führt Gespräche mit der Stadt. Im Rathaus muss man sich jedoch erst darüber klar werden, welche Nutzung hier möglich wäre. Im örtlichen Bezirksausschuss würde man den Ankauf begrüßen und hätte auch jede Menge Ideen für eine Entwicklung zugunsten des Stadtviertels.

In der direkten Umgebung gibt es ein zweites Industrie-Areal, für das eine Neuordnung ansteht. Die alte Pharma-Herstellung von erst Klinge, später Temmlerwurde an einen Immobilienentwickler verkauft. Im Bezirksausschuss wünscht man sich für das 26 000 Quadratmeter große Grundstück ein lebendiges Quartier mit moderater Wohn- und Gewerbenutzung. Zusammen mit weiteren Grundstücken drumherum und jetzt auch noch der Schnapsdestille wäre es ein Gebiet mit noch größeren Ausmaßen als beim Werksviertel, das es vernünftig zu überplanen gilt.

Abriss der Landwirtschaftschule

Auch hinter der ehemaligen Landwirtschaftsschule neben dem Technischen Rathaus steht ein Fragezeichen. Der Landkreis München hat beschlossen, den heruntergekommenen Bau abreißen zu lassen. Was danach mit dem Areal, das als Filetstück gilt, passiert, ist noch unklar. Seit Jahren verhandeln Stadt und Landkreis darüber. Vielleicht fällt in diesem Jahr eine Entscheidung.

Ein Haus für Kultur und Bürger

Neues wird auch in Sachen Kulturbürgerhausfür Berg am Laim erwartet. In diesem Jahr soll endlich klar sein, ob man den Bau am Rande des Behr-Parks platzieren kann oder nicht. Im Bezirksausschuss erwartet man jedenfalls einen Bauvorbescheid, der alles klärt.

In diesem Jahr sollte auch endlich der Pachtvertrag für das Kirchenareal an der St.-Veit-Straße geschlossen werden. Wo früher eine Gemeinschafts- und Obdachlosen-Unterkunft stand, soll eine neue Grundschule für Berg am Laim entstehen. Die detaillierte Planung wird wohl dieses Jahr vorgestellt werden.

Carmen Ick-Dietl

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