Mitgliederzahl soll verdoppelt werden

Baustart für neues ESV-Sportzentrum: Das sind die ehrgeizigen Pläne des Vereins

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So soll die Halle des Eisenbahnersportvereins München-Ost an der Neumarkter Straße aussehen (Südansicht). 

In Berg am Laim entsteht für den Eisenbahnersportverein (ESV) München-Ost an der Neumarkter Straße ein neues Vereinszentrum.

München - Dreifachsporthalle, Gewichtheberanlage, Sportschützenständen, Gymnastik- und Jugendraum, Büros und Gastrotheke sind Teil des Vorhabens. Nun wurde der erste Spatenstich gesetzt. Bis Anfang 2020 soll das Sieben-Millionen-Projekt fertig werden.

Ihre erste Sporthalle hatten die Eisenbahner 1933 noch in Eigenleistung errichtet. Auf dem Gelände der damaligen Reichsbahn am ehemaligen Bahnbetriebswerk Berg am Laim hatten die Mitglieder damals noch alles selbst angelegt, in den Folgejahren auch noch diverse Erweiterungsbauten hingestellt. Diesmal sind die Arbeiten in die Hände von Baufirmen gelegt worden, um das neue Vereinszentrum zu bauen.

Tauschgeschäft bringt den Durchbruch

Der ESV muss umziehen, weil die Bundeseisenbahnvermögensgesellschaft den Mietvertrag für das angestammte Grundstück nicht über das Jahr 2025 verlängern wollte, der Kauf für den Verein jedoch völlig utopisch war. Bei der Planung des Neubaugebiets auf dem alten ESV-Gelände an der Baumkirchner Straße pochte der Stadtrat auf den Erhalt des Sportvereins im Quartier. 

Die Idee eines Tauschgeschäfts des Investors CA Immo brachte letztendlich den Durchbruch: Das Vereinsgebäude wird für die Bebauung abgerissen, der Discounter Aldi zieht in den modernen Neubau direkt am Berg-am-Laimer Bahnhof und die Sportler kriegen um die Ecke das ehemalige Aldi-Grundstück an der Neumarkter Straße.

„Wünsch-dir-was der Abteilungen“

Doch die Planungen verzögerten sich. „Das Wünsch-dir-was der Abteilungen und Mitglieder fürs neue Sportzentrum war nicht zu bezahlen“, erzählt der stellvertretende Vereinsvorsitzende und ESV-Baubeauftragte Josef Koch. Das Abspecken funktionierte nicht, der Verein schaltete den Facharchitekten Fritz Lück aus Hausham ein, der das Projekt auf dem engen Grundstück um 2,5 Millionen Euro einkürzte. Ohne Qualitätsverluste, sogar besser als zuvor, wie Koch erfreut anmerkt.

Inzwischen wurde das Grundstück offiziell an den ESV übergeben, es sind auch alle Fördergeld-Zusagen von Stadt, Landessportverband und Bayerischem Schützenbund vorhanden. Mit dem symbolischen Spatenstich wurde nun der offizielle Startschuss für den Bau vollzogen. 

ESV will Mitgliederzahl verdoppeln

Koch will alles dransetzen, dass das Vereinszentrum bis Ende 2019 fertig ist. „Ich glaub’, wir bau’n da a guade Sach.“ Die am Ende auch unterhalten werden muss. Dafür soll der ESV von derzeit rund 2400 Mitgliedern auf mehr als das Doppelte anwachsen.

Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) bestätigte beim Spatenstich den Zuschuss von 1,66 Millionen Euro für den ESV sowie eine Vereinspauschale zum Betrieb über 50 000 Euro. In München brauche man nicht nur Wohnungen, sondern auch Infrastruktur wie die Sportvereine. Das mache ein Quartier reizvoller und lebenswert. 

Lesen Sie auch: Dürfen zu den 1860-Aufstiegsspielen mehr Fans ins Grünwalder? Das sagt die Stadt

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Berg am Laim - mein Viertel“.

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