Versuchter Mord

Schüler (20) attackierte Türsteher mit Flasche

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Gestern vor dem Landgericht: Mahamad S. wird von einem Beamten vorgeführt. Die Anklage: versuchter Mord.

München - Aus Frust über seinen Rauswurf hat Mahamad S. (20) einen Türsteher auf dem Optimolgelände angegriffen – jetzt steht er wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht.

Der Schüler gibt zu, mit einer abgeschlagenen Weinflasche auf den heute 39-Jährigen losgegangen zu sein. Das Opfer hätte laut Anklage verbluten können, wenn seine Kollegen die Wunde nicht sofort versorgt hätten.

S., der aus Sierra Leone stammt, besuchte im März 2013 eine Reggae-Party in der „Burg“, einem Club am Ostbahnhof. Er hatte kräftig getrunken. „Wir haben getanzt und hatten Spaß“, erinnert er sich. Doch mit dem Spaß war es bald vorbei: Am frühen Morgen flog er raus, weil er auf der Tanzfläche rauchte. Einen Joint, sagen die Sicherheitskräfte. Eine Zigarette, sagt er. So oder so: S. musste draußen bleiben. „Meine Jacke und meine Kappe waren noch drin“, sagt er. „Ich wollte sie holen, aber die Türsteher haben mir nicht geglaubt.“ Mehrmals kam es zum Gerangel – bis ihn die Sicherheitskräfte auf die Friedensstraße beförderten. „In dem Moment habe ich die Kontrolle verloren“, sagt Mahamad S. Auf dem Boden habe er eine Weinflasche gesehen: „Die habe ich zerbrochen.“

Noch bevor er die „Burg“ erreichte, entdeckte ihn ein Türsteher auf dem Gelände. „Er kam auf mich zu und hob die Hand“, behauptet S. „Ich dachte, er wollte mich schlagen.“ Da zog er den Flaschenhals aus der Hosentasche und schlug ihn dem Türsteher gegen den Kopf. Der Mann wurde am Kopf getroffen, die acht Zentimeter lange Schnittwunde reichte bis auf den Schädelknochen.

Wegen eines ganz ähnlichen Vorfalls im Oktober 2011 ist Mahamad S. bereits einmal zu Jugendarrest verurteilt worden.

akg

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