Größter Aufgriff in diesem Jahr

Bundespolizei findet zwölf Flüchtlinge auf Güterzug

Die Bundespolizei hat am Mittwochmorgen zwölf Flüchtlinge auf einem Güterzug am Rangierbahnhof Ost in Berg am Laim gefunden. Das ist der bislang größte Aufgriff in Deutschland in diesem Jahr.

München - Da staunten die DB-Mitarbeiter nicht schlecht: Am Mittwochmorgen haben sie auf einem Güterzug, der aus Italien gekommen war, insgesamt zwölf Migranten aus Nordafrika gefunden. Laut Bundespolizei ist das die größte Gruppe, die in diesem Jahr bislang versucht hatte, illegal nach Deutschland einzureisen.

Um kurz nach 2 Uhr entdeckten Bahn-Arbeiter die Männer auf dem Güterzug aus Verona. Sie hatten sich in Radmulden eines Sattelaufliegers versteckt. Alle zwölf Männer waren augenscheinlich gesund. Elf Männer aus Gambia, Marokko und Algerien sowie aus Libyen, Eritrea, Syrien und Sierra Leone wurden an die Landespolizei übergeben. Bei einem 27-jährigen Marokkaner ergab der Datenabgleich eines Fingerabdrucks, dass er sich erst vor Kurzem in Deutschland befunden hatte. Gegen den Nordafrikaner bestand eine Wiedereinreisesperre des Ausländeramtes Höxter (Nordrheinwestfalen). Der Marokkaner war bereits am 14. Februar dieses Jahres abgeschoben worden. Er wurde festgenommen.

Bereits am 29. März wurden neun Afrikaner um 4.30 Uhr am Rangierbahnhof Nord festgestellt und von der Bundespolizei mitgenommen. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Rubriklistenbild: © Philipp Guelland

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