Unterführung am S-Bahnhof Berg am Laim

CSU: Fußweg im Tunnel zur Fahrspur machen

Jeden Tag dasselbe Spiel: Stau in der nur zweispurigen Unterführung am S-Bahnhof Berg am Laim und in den Straßen rundherum. Nicht mehr nur zu den Stoßzeiten.

München - Seit Eröffnung der Tramlinie Steinhausen mit zwei zusätzlichen Ampeln ist das Nadelöhr zwischen Berg am Laim und Bogenhausen chronisch verstopft. Auf der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Berg am Laim hat die CSU eine Verbreiterung der Autounterführung gefordert.

Das Berg am Laimer Stadtteilzentrum versinke in Stau, Lärm und Abgasen, „die Belastung für die Bürger durch die Emissionen im über mehrere Stunden hinweg stockenden Verkehr ist erheblich“, sagte CSU-Sprecher Fabian Ewald. Durch die anstehenden großen Bauvorhaben im Umfeld befürchtet er eine weitere Verschlechterung. Gemeinsam mit der Bahn brauche man ein Konzept zur Tunnelerweiterung und weitere Maßnahmen gegen die Staus. Eine Idee: die vorhandenen Fußgängerwege im Tunnel zu einer Wechsel-Fahrspur umbauen. Schließlich gibt es direkt nebenan einen eigenen Fußgängertunnel. Von Rot-Grün kam wenig Gegenliebe. Man müsse sich gut überlegen, ob man mit einer besseren Unterführung nicht noch mehr Verkehr anziehe, warnte BA-Chef Robert Kulzer (SPD). Für Hubert Kragler (Grüne) liegt die Lösung eher im ÖPNV-Ausbau.

Weil man sich mit den Kollegen der Nachbarstadtteile Bogenhausen und Trudering abstimmen möchte, lehnte die Mehrheit die Forderung ab. Die CSU reagierte mit Unverständnis. „Wenn sich der Verkehr bis 2030 im Stadtteilzentrum tatsächlich nochmals verdoppelt, wie aktuelle Prognosen nahelegen, bedeutet dies den totalen Verkehrsinfarkt von Berg am Laim“, so Ewald kopfschüttelnd.

ick

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