Republik Griechenland verhandelt mit der Stadt München

Griechische Schule: Stadt hofft auf endgültige Einigung

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Der Rohbau wird abgerissen, die Griechen werden sich finanziell beteiligen. 

Die Vorbereitung des Abrisses der griechischen Schule in Berg am Laim hat längst begonnen, nun scheint auch eine Einigung mit der Republik Griechenland in greifbarer Nähe.

Berg am Laim - Wie das Kommunalreferat auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, haben Vertreter der Stadt sowie der Republik am 31. Mai den zweiten Nachtragsvertrag zum Kaufvertrag der griechischen Schule notariell beurkundet. Mit dem Vertrag wird klargestellt, dass der Besitz am Grundstück der Landeshauptstadt München zusteht und die Republik Griechenland auf ihre Vollstreckungsimmunität verzichtet. Die Stadt will auf der Fläche unter anderem einen Erweiterungsbau des Michaeli-Gymnasiums errichten. Gleichzeitig verpflichtet sich die Landeshauptstadt, für Griechenland eine Schule für maximal 500 Schüler zu errichten, die Kosten sollen die Hellenen übernehmen. Die Bauausführung allerdings liegt komplett in städtischer Hand. Am Abbruch des Rohbaus wird sich Griechenland finanziell beteiligen. Der Stadtrat muss allerdings noch zustimmen, die nächste Sitzung der Vollversammlung ist für den 26. Juni terminiert.

Auch in Griechenland sind noch einige Gremien mit dem Thema befasst. Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) sagte gegenüber unserer Zeitung: „Wir haben einen weiteren Meilenstein erreicht: Der Vertrag mit der Republik Griechenland macht den Weg für städtischen Schulbau frei.“ Damit seien jahrelange Streitigkeiten nun ausgeräumt. Bereits vor 18 Jahren hatte die Stadt dem Staat Griechenland das Grundstück überlassen.

Die Hellenen wollten dort eine Schule errichten, mehr als den Rohbau haben sie aber nie fertiggestellt. „Die intensiven Verhandlungen seit meinem Amtsantritt haben endlich zu einem Ergebnis geführt, das für beide Seiten ein gangbarer Kompromiss ist und das Risiko eines langwierigen Rechtsstreits mit Baustopp bannt“, sagt die erleichterte Frank jetzt, und fügt hinzu: „Ich hoffe, der Stadtrat nimmt dieses Verhandlungsergebnis ebenso positiv auf und die Republik Griechenland erledigt ihre sich aus dem Vertrag ergebenden Hausaufgaben.“

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