Neuer Park für Berg am Laim

Nach 80 Jahren: Der Hachinger Bach soll wieder auftauchen

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Ein neuer Park: Die Stadt will den Hachinger Bach renaturieren.

Die Renaturierung des Baches stockte, weil mehrere Grundbesitzer nicht mitzogen – nun kommt wieder Bewegung in die Sache. 

München - Die Pläne liegen seit Jahren fertig in der Schublade: Die Stadt möchte den Hachinger Bach nach gut 80 Jahren im Untergrund gern wieder an die Oberfläche holen. Dazu soll um das Gewässer herum ein 14 Hektar großer, attraktiver Park für Berg am Laim gebaut werden. Mit Weiher, Liegewiesen, Spiel- und Bolzplätzen sowie einer Kneipp-Anlage. Bislang scheiterte diese Idee an drei privaten Eigentümern, die für die Renaturierung Teile ihrer Grundstücke beisteuern müssten – aber sich weigerten.

Doch nun gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: Nach drei Jahren zäher Verhandlungen ist sich die Stadt mit einem der Privateigentümer offenbar einig geworden und kann die benötigte Fläche nun doch erwerben. Anfangs wollte man das gesamte Grundstück kaufen, was vor allem an den Kaufpreisvorstellungen der Eigentümergemeinschaft scheiterte. Nun möchten die Privatleute ihr Grundstück selbst bebauen, wofür es die Aufstellung eines Bebauungsplans braucht. Der Deal: Die Stadt rechnet dabei ihre für den Bachausbau benötigte Fläche als Grünfläche für das Bauprojekt an.

Bleiben immer noch zwei Hürden für die Bachpläne: Eine davon ist die Eisenbahnergenossenschaft von Berg am Laim. Robert Kulzer (SPD), Vorsitzender des örtlich zuständigen Bezirksausschusses, kündigte auf der jüngsten Sitzung des Gremiums an, dass das Projekt hieran nicht scheitern werde. „Es gibt neue Erkenntnisse, die sind aber noch nicht ganz spruchreif.“ Zuletzt hatten Bürger gefordert, den Bachlauf schlichtweg so zu verschieben, dass man die Privatflächen nicht benötigt. Kulzer deutete an, dass die Stadt diese Option jetzt prüfe. 

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Carmen Ick-Dietl

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