Hydraulik-Hersteller weicht

HAWE in Berg am Laim: Das passiert mit dem Gelände

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New Yorker Vorbild: Das „New Eastside Munich“ mit seinen Lofts (li.) und Büros orientiert sich am „Bowery Hotel“.

Der Hydraulik-Hersteller HAWE verlässt sein Areal in Berg am Laim. Es werden rund 6000 Quadratmeter frei. Es steht schon fest, was damit passiert. Der Bezirksausschuss ist unzufrieden.

München - Das Maschinenbau-Unternehmen HAWE Hydraulik gibt seinen Stammsitz in Berg am Laim auf. Das Areal an der Streitfeldstraße 25 soll zum Büropark „New Eastside Munich“ entwickelt werden. Wieder keine Wohnungen, moniert der Bezirksausschuss Berg am Laim.

6000 Quadratmeter Büros und 8000 Quadratmeter Industriefläche nutzt das renommierte Unternehmen für Pumpentechnik HAWE Hydraulik seit den frühen 90er-Jahren als Firmenzentrale. Nun hat die Optima-Aegidius-Firmengruppe, die die Nymphenburger Höfe und die MAN-Zentrale in der Parkstadt Schwabing als Referenz angibt, das Gelände erworben.

HAWE bleibt zunächst als Mieter

Zunächst soll HAWE als Mieter in den Gebäuden bleiben. Für die nächsten Jahre ist jedoch eine Umnutzung des Geländes geplant. Ein Architekturbüro hat im Auftrag des neuen Eigentümers erste Studien entwickelt, die ein zusätzliches Potenzial von bis zu 10 000 Quadratmetern aufzeigen. Bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten beziffert die Firmengruppe das zukünftige Projektvolumen an der Streitfeldstraße auf bis zu 40 Millionen Euro.

Entstehen sollen Großraumbüros für Bürogemeinschaften sowie Lofts. Für den nötigen Industriecharme im „New Eastside Munich“ sorgt eine Stahlskelett-Bauweise in Kombination mit natürlichen Materialien wie beispielsweise Vollholzdecken und Ziegeln. Das Vorbild für die neuen Loft-Bauten ist das „Bowery Hotel“ in New York. Das dazugehörige Landschaftskonzept will den Klinker-Stil mit einer entsprechenden Bepflanzung zusammenführen. Urbane Gemeinschaftsgärten auf den Dachterrassen sollen zum gemeinsamen Garteln nach der Arbeit einladen.

Hauptpassage zwischen Streitfeld- und Neumarkter Straße

Zur öffentlichen Erschließung des Areals ist eine Hauptpassage zwischen der Streitfeld- und der Neumarkter Straße geplant. Zudem gibt es ein Mobilitätskonzept mit E-Tankstelle, Car-Sharing-Modellen und Fahrradkonzepten. Die bisherige Tiefgarage wird um rund 50 Plätze erweitert und kriegt eine neue Ausfahrt zur Neumarkter Straße.

Im Bezirksausschuss ist man enttäuscht darüber, dass nach Umwandlung des Grundstücks vom ehemaligen Pharma-Hersteller Temmler in die „Macherei“ schon wieder ein aufgegebenes Gewerbe-areal mit Büros nachverdichtet wird. Den Stadtteilpolitikern wäre ein Mix mit vielen Wohnungen sehr viel lieber gewesen. Doch die Stadt halte trotz Wohnungsnot stur am Gewerbegebiet fest.

Der erste Entwurf.

Carmen Ick-Dietl

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