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Dem Himmel ganz nah: Bergmesse auf Münchner Flachdach

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Von: Martina Williams

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Über der Stadt: Pfarrer Schießler bei der Messe.
Über der Stadt: Pfarrer Schießler bei der Messe. © Marcus Schlaf

Die Freude war ihm ins Gesicht geschrieben: Pfarrer Rainer Maria Schießler (57) stand in 59 Metern Höhe auf dem Flachdach des „Werk 3“ am Ostbahnhof.

München - Über ihm strahlte die Sonne, vor ihm 300 Gläubige, dazu liefen echte Schafe herum und eine Big Band spielte auf. Hier, dem Himmel so nah, feierte Schießler Sonntagvormittag seine zweite Bergmesse.

Der Gottesmann von St. Maximilian und Heilig Geist machte sich Gedanken zur Brotgemeinschaft. „Seid frei von aller Bitterkeit und Zorn, so werden wir als Tischgemeinschaft Jesu für alle erkennbar sein“, sagte er. Und nahm sich zwischendurch Zeit, die Schafe zu streicheln. „Die kamen freiwillig zu mir“, sagt der Pfarrer und lacht. „Jesus hat alle eingeladen. Als Gast sollten wir uns nicht als Herr aufspielen und bestimmen, wer kommen darf. Wir sind als Christen dazu aufgerufen, alle in die Gemeinschaft aufzunehmen und mit allen das Brot zu teilen“, so Schießler.

Hochhäuser sind so etwas wie Berge in der Stadt

In den bayerischen Alpen werden regelmäßig Bergmessen und Berggottesdienste gefeiert. Die Idee dahinter: Natur und Landschaft sollen den Teilnehmern Ruhe und Einkehr ermöglichen. Und die Gläubigen sollen sich Gott dort oben besonders nah fühlen. Da Hochhäuser so etwas wie Berge in der Stadt seien, könne man für die Städter doch auch dort eine Bergmesse feiern, findet Schießler.

Die Big Band von Klaus Ammann war neben Kirchenmusik zu hören, und ein Schäfer zeigte, wie man hier auf dem Dach im Werksviertel Jugendlichen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gesunde Ernährung nahebringt. Die Gipfelbrotzeit in Form von Wiener und einer Halbe Bier ließen sich hinterher jedenfalls alle schmecken. Schießler: „Es war ein Highlight! Ich freue mich schon auf nächsten Sommer, am 4. August treffen wir uns wieder hier oben.“

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Haidhausen – mein Viertel“

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