Spektakuläres Bauprojekt

Hier entsteht das höchste Hotel Münchens  - es soll die Skyline der Stadt verändern

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Es wird emsig gebaut im Werksviertel. Neben dem bereits fertiggestellten Werk 3 (3) sind im Foto oben die Baustellen von Hotel-Hochhaus (1, Simulation rechts) und Konzertsaal (2) markiert. Im Vordergrund die Baustelle eines weiteren Hotels.

Das Werksviertel wartet mit einer weiteren Besonderheit auf: In dem neuen Stadtteil am Ostbahnhof soll das höchste Hotel der Stadt entstehen auf einem ehemaligen Kartoffelsilo.

München - Es ist das derzeit sicher spannendste Areal Münchens: das neue Werksviertel hinter dem Ostbahnhof. Kommenden Mittwoch wird hier der Grundstein gelegt für das größte und (neben dem geplanten Konzerthaus) spektakulärste Bauprojekt: das Werk 4, ein 86 Meter hoher Hotelturm, mit ganz spezieller Optik: eine Wabe im Werksviertel.

„Mit diesem außergewöhnlichen Gebäude wird Münchens Skyline ein vollkommen neues Gesicht bekommen“, verspricht die Otec GmbH von Pfanni-Erbe und Bauherr Werner Eckart. Es werde „das höchste Hotel der Stadt, ein architektonischer Meilenstein, markante Landmarke und zugleich ein multifunktionales Gebäude, in dem das Leben pulsiert“.

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24 neue Stockwerke auf ehemaliges Pfanni-Kartoffelsilo

Grundlage für den Bau ist das ehemalige Pfanni-Kartoffelsilo. Ganze 24 Stockwerke sollen darauf gebaut werden. 86 Meter hoch wird der Turm am Ende sein und „einen fantastischen Ausblick über München ermöglichen“, so die Otec GmbH. In den oberen 16 Etagen soll ein „Luxus-Apartmenthotel mit Spa, Restaurant und Ballsaal“ der Adina-Gruppe entstehen, in die Stockwerke drunter kommt ein preisgünstigeres „Wombat“-Youth-Hostel mit 500 Betten.

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In das ehemalige Silo zieht wieder die Kletterhalle ein, ergänzt durch einen neuen Außenbereich. Die Entwürfe für das Bauprojekt stammen von den Stadtplanern der Steidle Architekten, die sich auch die spezielle Fassade einfallen ließen: Metall mit matten Scheiben. Dies soll an die industrielle Tradition des früheren Fabrikgeländes erinnern.

Übersicht: So soll das Werksviertel nach dem Umbau aussehen.

Wohnen, Arbeit und Freizeit

Über 39 Hektar Platz für Wohnen, Arbeiten und Freizeitvergnügen mit nie dagewesenen planerischen Ideen: Das alles verspricht das Werksviertel. Sprecher Andreas Grömling gibt einen Überblick:
• Das Konzerthaus wird neben dem neuen Werk 4 der Blickfang schlechthin. Zwei Konzertsäle sollen auf acht Ebenen entstehen, das Gebäude wird 45 Meter hoch. Sobald der Rohbau des Hotelturms fertig ist, könne mit dem Bau des Konzertsaals begonnen werden, sagt Grömling. 2021 soll das musikalische Schmuckstück fertig sein.
• Das Werk 3 im ehemaligen Pfanni-Produktionsgebäude ist bereits fertig und laut Andreas Grömling „total belebt“. Büros, Kunst, Handel und Entertainment sind in dem orangen Haus verbunden. Das Highlight: Die Wiese auf dem Dach, auf der im Sommer Schafe weiden. Die Kunst-Werk-Küche von Wiesn-Wirtin Katharina Inselkammer (Atelierstraße 18) hat bereits eröffnet. In dem Restaurant und Feinkost-Laden im Erdgeschoss sowie der Event-Küche, Kochschule und dem Catering-Betrieb im ersten Stock arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, später sollen auch Künstler hier ihre Werke ausstellen.
• Auch im Werk 7, der früheren Kartoffelhalle, geht’s schon rund: Hier läuft das Musical „Fack Ju Göhte“.
• Am Werk 12 ist Groß-Baustelle. Hier entstehen bis Anfang 2019 „Loft-Flächen für Büro, Fitness und Entertainment“ auf 7000 Quadratmetern Mietfläche. Das Besondere daran: die innovative Fassade.
• Die Rohde & Schwarz GmbH realisiert derzeit das Nahversorgungszentrum Plaza als Teil des Projekts iCampus. Hier soll die lokale Nahversorgung integriert werden: Supermarkt, Discounter, Drogerie, Kleinhandel auf 5000 Quadratmetern im Erdgeschoss – plus das Hotel Moxy und das Residence Inn by Marriot.
• Das Werk 17 soll 2019 eröffnet werden: „Coole Shops und innovative Gastronomie“ sind hier geplant sowie 300 Hotelzimmer. Eine Grundschule sowie ein Park sollen das neue Stadtviertel abrunden. Und der Hingucker schlechthin steht schon: die Medienbrücke, die aussieht wie ein umgekipptes Hochhaus.

Andrea Stinglwagner

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