Einfach zu laut

KVR stoppt Terrassen-Partys: Aus für „The Lit Roof“-Bar

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Gut besucht war die „Lit Roof“-Dachterrasse im Sommer. Eine Neuauflage wird es nicht geben.

Die „Dachterrassen-Bar „The Lit Roof“ im Werksviertel ist Geschichte. Dabei hatte die Dachterrasse erst 2017 eröffnet. Der Grund: Es gab Ärger mit dem Lärmschutz.

München - Münchens Dachflächen sollen endlich belebt werden – das hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter (59, SPD) erst im Januar gefordert. Doch nun geht es einem der wenigen schon existenten Projekte an den Kragen: Die Cocktailbar mit Swimmingpool „The Lit Roof“ im Werksviertel am Ostbahnhof wird es heuer nicht mehr geben – und das, obwohl erst im Sommer 2017 Premiere war. „Das ist super schade“, sagt Greta Mayer-Uellner unserer Zeitung. Die 40-Jährige ist Geschäftsführerin der Eventlocation „München Hoch5“. In dieser hatte sie die Bar zusammen mit AJ Menexes (45) von Juni bis August vergangenen Jahres betrieben. Wer mitfeiern wollte, musste über 21 Jahre alt sein und sich vorab eine Karte besorgen.

Kein Feierspaß mehr in luftiger Höhe

Grund für das Aus der Bar seien verschärfte Auflagen vom Kreisverwaltungsreferat (KVR), so Mayer-Uellner. Es habe Beschwerden von Anwohnern gegeben, sodass sie keine Musik mehr hätten spielen dürfen. Ein Anwohner aus dem Kustermannpark habe sogar geklagt.

„Die Geschäftsführerin wurde stets darauf hingewiesen, dass auf die Lautstärke geachtet und auf die Nachbarn Rücksicht genommen werden muss. Es kam dort allerdings wiederholt zu Beschwerden aus der Nachbarschaft wegen Lärmbelästigung“, sagt ein KVR-Sprecher. Weitere Veranstaltungen könnten deswegen nur noch bei Vorlage eines Lärmgutachtens und unter Festsetzung von Lärmpegelgrenzen genehmigt werden. Die Konsequenz: Mayer-Uellner will die Terrasse künftig wieder nur für private Veranstaltungen vermieten.

Roof-Top-Bar im Werksviertel am Ostbahnhof soll nun nur noch für private Veranstaltungen vermietet werden.

AJ Menexes hat derweil ein neues Projekt: Er plant eine Bar auf der zum „Bavaria Loft“ (während der Wiesn „Bussi Bussi Bavaria“) gehörenden „Zirkuswiese“. Der dortige Biergarten soll sich ab April oder Mai bis zum Oktoberfest in eine „Open-Air-Bar für Paradiesvögel“ verwandeln, so Menexes. „Es wird auf jeden Fall kein typisch bayerischer Biergarten.“ Menexes sei einer von mehreren Fremdveranstaltern im Biergarten, bestätigt Dennis Bräu (26) vom „Bavaria Loft“.

Von Dächern scheint AJ Menexes vorerst genug zu haben. Vor dem „The Lit“ hatte er 2016 eine Dachterrasse an der Landwehrstraße auserkoren. Doch die Behörden spielten bei der „St. Paul Roofbar“ schon nach der ersten Party nicht mehr mit.

Einen Überblick über die Rooftop-Bars in München finden Sie bei tz.deDiese neun Dachterrassen in München müssen Sie gesehen haben.

Das Werksviertel ist Münchens spannendste Bausstelle - Lesen Sie hier mehr über das Areal hinter dem Ostbahnhof.

Ramona Weise

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Berg am Laim - mein Viertel“.

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