Schutzengel im Einsatz

Nach Unfall krachen Betontrümmer auf U-Bahn-Rolltreppe

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Schwerer Unfall mit zwei Verletzten am Sonntagabend.

Nicht auszudenken, wenn kurz vorher eine U-Bahn angekommen wäre! Bei einem Unfall war ein Kia Rio mit einem Rettungswagen zusammengestoßen. Doch dann krachte das Auto gegen den U-Bahn-Ausgang.

München -  Nach einem Unfall am U-Bahnhof Michaelibad stürzten am frühen Sonntagabend schwere Beton-Brocken der steinernen Umrandung aus mehreren Metern Höhe hinab auf die Rolltreppe.

Um 17.10 Uhr war es auf der Kreuzung Bad-Schachener- und St.-Michael-Straße in Berg am Laim zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Ein im Einsatz befindlicher Rettungswagen der Aicher Ambulanz überquerte zu diesem Zeitpunkt mit allen Sondersignalen die Kreuzung.

Der Rettungswagen der Aicher Ambulanz tastete sich in die Kreuzung vor. Beim erneuten Anfahren streifte er einen ebenfalls in die Kreuzung einfahrenden Kia. Der Zusammenstoß war so heftig, dass der Kia gegen das Geländer und die Umrandung des U-Bahn-Abgangs geschleudert wurde.

Der Kia Rio wurde schwer beschädigt. 

Trümmer stürzen auf Rolltreppe zur U-Bahn

Aus der Mauer lösten sich dabei kiloschwere Bruchteile, die auf die Treppe hinabpolterten – potenzielle Lebensgefahr für Fußgänger. Reiner Zufall, dass dort zu diesem Zeitpunkt kein Fahrgast stand. So blieb es zumindest im U-Bahnhof beim reinen Sachschaden.

Die beiden Insassen im Kia Rio – der 49-jährige Fahrer und seine 70-jährige Beifahrerin wurden schwer verletzt. Beide wurden vom Notarzt versorgt und in die Schockräume zweier Kliniken gefahren. Der U-Bahn-Abgang wurde kurzfristig gesperrt. Nach Absprache mit dem Gutachter entfernte die Berufsfeuerwehr die lockeren Teile. Dann wurde der Abgang wieder freigegeben.

Fast zeitgleich gab es einen schweren Unfall mit sechs Verletzten: Mädchen (7) in Schockraum

Zwei Insassen im Wagen wurden schwer verletzt.

„Das ist eine gefährliche Kreuzung“

Auch Anwohnerin Christine C. (50, re.) ist entsetzt über den Unfall: „Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn in diesem Moment Menschen dort an der U-Bahn-Station gestanden hätten“, erklärt die Mutter. Die Kreuzung gilt schon länger als gefährlich im Viertel: „Hier rasen die Autos wie verrückt, und die Ampeln an der Kreuzung schalten unglaublich schnell. Deshalb muss wirklich jeder Autofahrer genau auf den Verkehr achten, sonst passieren solche schrecklichen Dinge“, so die Verkäuferin. Sie ist jedenfalls froh, dass sie während des Unfalls mit ihrer kleinen Alena nicht dort spazieren war. „Da hätten viele Menschen schwer verletzt werden können.“ 



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