Stadtviertel-Serie 

Berg am Laim wird Musik-Hochburg

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Der Siegerentwurf für das neue Konzerthaus. Die zwei Säle sind übereinander ­gestapelt und mit einer Glasfassade umhüllt.

Münchens erstes Musical-Theater eröffnet in wenigen Tagen, die Planungen für das künftige Konzerthaus werden konkret – Berg am Laim erfährt eine gewaltige kulturelle Aufwertung.

München - Die große Premiere in Münchens erstem Musical-Theater ist am 23. Januar. Für zunächst zwei Jahre soll im Werk 7 im WerksviertelFack ju Göhte – se Mjusical“ gespielt werden. Der Stahlbetonbau der ehemaligen Pfanni-Kartoffellagerhalle wurde dafür aufwendig saniert und entsprechend den Anforderungen von Musical-Produzent „Stage Entertainment“ ausgebaut. Es wurde in der fünf Meter hohen Halle extra eine zweite Ebene eingezogen, um Platz für Garderoben, Werkstätten und mehr zu haben. Vor 700 Zuschauern wird nun achtmal die Woche die Musical-Variante des Kino-Erfolges „Fack ju Göhte“ gespielt.

Konzerthaus im Werksviertel

Ebenfalls im Werksviertel der Startschuss für ein anderes großes Kulturprojekt. Die Bagger rollen an, um den Baugrund für das neue Konzerthaus vorzubereiten. Zudem soll bereits in diesem Jahr der Spatenstich für den geplanten Münchner Musiktempel erfolgen. Beim Wettbewerb war der Entwurf des Bregenzer Architekturbüros Curowicz Nachbaur zum Sieger gekürt worden. Sie haben die beiden geforderten Konzertsäle übereinander gestapelt und mit einer Glasfassade umhüllt.

Pläne für den Hachinger Bach

Überhaupt werden 2018 in Berg am Laim wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: So soll endlich eine Entscheidung für die Renaturierung des Hachinger Bachs fallen. Die Pläne liegen seit Jahren fertig in der Schublade. Die Stadt möchte das Gewässer wieder an die Oberfläche holen und in einen 14 Hektar großen Park einbetten. Mit Weiher, Liegewiesen, einer Kneipp-Anlage, Spiel- und Bolzplätzen. Bislang scheiterte es an den Grundstücken von drei privaten Eigentümern. Im abgelaufenen Jahr gab es Anzeichen für eine positive Lösung, entschieden ist aber noch nichts.

Kulturbürgerhaus für Berg am Laim

Im Umgriff des Hachinger Bachs soll endlich auch das Kulturbürgerhausfür Berg am Laim entstehen. Nachdem der Standort an der St.-Michael-Straße jetzt fix ist, könnte es nun auch hier eine Stadtratsentscheidung für den Bau geben. Denn ein Bebauungsplan liegt bereits vor, schließlich war das Areal seit rund 30 Jahren für das Stadtteil-Kulturzentrum reserviert. Von Seiten des Kulturreferats wurde auf jeden Fall die Unterstützung für eine rasche Umsetzung zugesichert.

Bauruine Griechische Schule

Auch ist die Hoffnung im Stadtteil groß, dass das Rechtsgutachten der Stadt zur griechischen Schule eindeutig ist. Und der Rohbau an der Hachinger-Bach-Straße endlich abgerissen werden kann, um dort ein neues Gymnasium zu errichten. Eigentlich hatte dies der Stadtrat bereits Ende 2016 beschlossen, aber die Griechen hatten das Völkerrecht bemüht und die Bauruine zu griechischem Territorium erklärt. Ein eigenes Gutachten gibt ihnen da offenbar Recht. Damit könnte der halbfertige Hellenen-Schulbau sogar internationale Verwicklungen auslösen.

Und wie geht es mit dem Gelände der früheren Branntweinmonopol-Gesellschaft an der Neumarkter Straße weiter? Nachdem dort kein Industriealkohol mehr hergestellt wird, soll das Gelände eine neue Nutzung erhalten. Geplant sind eine Berufsschule für Medien, Druck und Gestaltung, dazu eine Kindertagesstätte und andere Infrastruktureinrichtungen, umrahmt mit viel Grün. Der entsprechende Aufstellungsbeschluss ist im Oktober rausgegangen, damit kann nun die Bauleitplanung und Beteiligung der Öffentlichkeit folgen.

TeStadtteilwoche Berg am Laim

Außerdem darf gefeiert werden. In diesem Jahr findet in Berg am Laim wieder eine Stadtteilwoche statt. Vom 21. bis 27. Juni wird es das Kulturfestival geben, bei dem alle im Viertel ansässigen Vereine, Verbände, Institutionen, Schulen und Künstler mitmachen können.

Von Carmen Ick-Dietl

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Berg am Laim – mein Viertel“.

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