Infoabend mit Diskussionen

750 neue Wohnungen in Berg am Laim – Bürger dürfen mitreden

Eine offene Runde zu einem für den ganzen Stadtteil bedeutsamen Thema findet am Mittwoch statt. Die Bürger von Berg am Laim sind eingeladen, sich über ein umfangreiches Wohnprojekt informieren.

Etwa 750 Wohneinheiten, drei Kindertagesstätten und ein paar Läden sollen auf Acker und Fußballplatz an der Truderinger Straße 58 entstehen. Erstmals findet in Berg am Laim dazu eine Bürgerbeteiligung noch vor der Auslobung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs für das Areal statt. Der Bauträger, die Büschl Unternehmensgruppe, lädt am Mittwoch, 17. Januar, die Bürger ein, sich direkt über das Projekt, Ziele und Rahmenbedingungen zu informieren. Dabei soll im Rahmen eines Workshops auch über Städtebau, Verkehrserschließung und Freiflächen diskutiert werden. Die Veranstaltung findet ab 18 Uhr im Saal des städtischen Wohnprojekts an der Berg-am-Laim-Straße 127-129 statt.

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Bislang wurde das mehr als 8,3 Hektar große Grundstück in Berg am Laim für Landwirtschaft und Sport genutzt. Beides wurde aufgegeben. Die Kicker des ESV München-Ost sind an die Thomas-Hauser-Straße umgezogen. Wenn alles ideal läuft, könnte hier bereits 2020 ein neues Wohnquartier stehen. In Abstimmung mit dem Planungsreferat wurden vom Investor bereits erste Vorstudien und Gutachten, unter anderem zu Verkehr und Lärm, angefertigt. Geplant sind Wohnbauten mit bis zu acht Geschossen sowie einzelnen Hochpunkten. Im Gebiet sollen außerdem drei neue Kindertagesstätten mit Krippen- und Kindergartengruppen entstehen, zudem sollen in den Erdgeschossen kleine Betriebe wie Bäcker und Kiosk zur Nahversorgung unterkommen.

Uneinigkeit bezüglich zusätzlicher Verkehrsbelastung

Neben dem neuen Wohngebiet soll ein Grünstreifen für die Freilegung des zurzeit noch unterirdisch verlaufenden Hachinger Bachs genutzt werden. Laut Gutachten wird durch das Neubaugebiet ein Zuwachs von etwa 2300 Kfz täglich erwartet. Eine Mehrung, die nach Ansicht des Planungsreferats „spürbar, aber noch vertretbar“ sei. Zudem ist der S-Bahnhof Berg am Laim samt Tram- und mehreren Buslinien in Sichtweite, auch die U-Bahn ist nicht weit entfernt. Im örtlichen Bezirksausschuss werden Höhenentwicklung und Verkehrsbelastung durchaus kritischer gesehen. Schließlich liegt das Neubaugebiet in direkter Nachbarschaft des schon heute hoch belasteten Nadelöhrs Truderinger Unterführung. 

Carmen ICK-Dietl

Rubriklistenbild: © Achim Schmidt (Symbolfoto)

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Kommentare

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Tian Müer
(0)(0)

Mal schauen ob "positives Gestalten" in München geht. Eine Liste was alles scheisse ist, das können wir hier.

prinzali
(0)(0)

"Die Kicker des ESV sind in die Thomas-Hauser-Strasse umgezogen" aus welchen Sportplatz? Bitte aufklären, bzw. besser recherchieren.
"Die Tram ist in der Nähe" besser gesagt auf der anderen Seite des aufgelassenen Rangierbahnhofes Berg am Laim, ca. 1,5 Busstationen entfernt.
Dass die Unterführung überlastet ist, ist ein offenes Geheimnis und seit Jahren bekannt, aber gemacht wurde nichts, leider hat der Neubau des Redaktionsgebäuders der SZ nichts gebracht, ich vergass die Tram und der Fussgängertunnel kamen.
Es ist an der Zeit dass sich in Berg am Laim in Punkto erschöliessung endlich was tut.