Party-Location ist bald Geschichte

Optimolwerke: Keine Verlängerung für die Clubs

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In den Optimolwerken gehen langsam aber sicher die Lichter aus. Fans der Party-Locations trauern schon jetzt. 

Dass die Party auf dem Gelände der Optimolwerke nicht mehr ewig weitergehen wird, ist schon lange bekannt. Jetzt untermauerte der Bezirksausschuss das nahende Aus mit einem entsprechenden Beschluss: Keine weitere Verlängerung der Club-Lizenzen. 

München - Wie das Stadtviertelmagazin Hallo München berichtet, hat sich der Bezirksausschuss Berg am Laim gegen eine Verlängerung der Lizenzen für die Clubbetreiber ausgesprochen. Die Feiermeile auf dem Optimol-Gelände dürfte damit nun endgültig bald Geschichte sein. Dem Bezirksausschuss (BA) und den Anwohnern war die Party-Location seit Jahren ein Dorn im Auge. Tatsächlich ist das Areal ziemlich heruntergekommen; Dreck, Lärm und Kriminalität häufen sich dort.

Dass die Clubs dort nicht mehr ewig bestehen werden, war immer klar. Das Aus nahte spätestens seit den konkreten Beschlüssen für das neue Werksviertel, das auf dem Gelände an der Friedenstraße und dem benachbarten Areal des ehemaligen Kunstpark Ost bzw. der Kultfabrik an der Grafinger Straße nach und nach entsteht. Nun fasste der BA also auch den entsprechenden Beschluss: Keine weiteren Verlängerungen mehr. Clubs wie die Grinsekatze, Tante Erna und Bullitt Club müssen sich eine neue Bleibe suchen. Fans der Feier-Locations schwelgen schon jetzt wehmütig in Erinnerungen und rufen dazu auf, den Läden einen gebührenden Abschied zu bereiten.   

Nicht nur nachts, auch tagsüber war auf dem Optimolgelände viel geboten, jahrelang etwa ein großer Flohmarkt. Hier ein Bild von 2005.


Der Beschluss des BA hat eher symbolische Wirkung. Endgültige Entscheidungen trifft das Stadtteil-Gremium in diesem Fall nicht. Der Beschluss ist Empfehlung für höhere Stellen. 

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Das Werksviertel wächst: Wir erklären, was wo entsteht

Eine Übersicht über das entstehende Werksviertel bietet diese Grafik. © Simulation: Steidle Architekten, Bearbeitung Peter T. Schmidt
Auf dem Dach von Werk 3 hat neben einer Eventfläche auch eine Kräuter- und Blumenwiese samt Schäferhütte Platz. © Bodmer
Das Werk 3 (1) ist das erste fertige Werksviertel-Gebäude. © Bodmer
Die Nachtkantine gehört zur Geschichte des Viertels. © Bodmer
Das Werk 1 in der früheren Pfanni-Hauptverwaltung ist der Hotspot für digitale Media-Startups. © Bodmer
Das Erlebnis-Kraftwerk Kulti-Kids muss weichen. © Bodmer
Mann mit Überblick: Architekt Johannes Ernst auf der Dachterrasse von Werk 3. Von hier hat man freie Sicht auf die Medienbrücke, das entkernte Atlas-Gebäude und die Baustelle von Werk 12. © Bodmer

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