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Todesfallen in Berg am Laim

Rasierklingen-Köder: Angst vor dem Hundehasser

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Sabrina Rapp (22) hat Angst um ihren Hund Pasha.

München - Elend verendete die zehnjährige Hündin Bella, weil ein Hundehasser zerschnittene Rasierklingen in Berg am Laim ausgelegt hatte. Seitdem geht die Angst im Stadtviertel um.

Bella hat nicht viel Glück gehabt – ein echtes Hundeleben. Sie kam aus dem Tierheim, und als sie endlich ein neues Zuhause und eine Familie hatte, da musste sie sterben. Weil ein Hundehasser zerschnittene Rasierklingen am Piusplatz in Berg am Laim ausgelegt hatte. Die zehnjährige Hündin verendete elend.

Seitdem geht die Angst um im Stadtviertel – und das aus gutem Grund. Denn schon wieder ist ein Hundehasser unterwegs. Ist es derselbe, der Bella das Leben kostete? Vieles spricht dafür: Wieder sind es Rasierklingen, die in Ködern versteckt sind!

Die Köder mit Rasierklingen.

Zum Glück hat die 22-jährige Sabrina Trapp die Todesfallen entdeckt. „Ich kannte Bella und den Hundehalter aus der Nachbarschaft“, sagt sie. „Ich bin sehr traurig.“ Als sie die Köder jetzt gefunden hatte, rief sie sofort die Polizei. „Als die Beamten eintrafen“, erinnert sich Sabrina, „sahen meine Mutter und ich einen Mann am Park – der hat sich dann ganz schnell davongemacht. Das war seltsam.“ War der Unbekannte der Hundehasser?

Etwas Schwarzes in den Ködern

„In den Ködern“, sagt die aufmerksame Anwohnerin, „war etwas Schwarzes drin. Darüber kreisten Fliegen. Es stank furchtbar. Mein Hund wollte das auch fressen. Zum Glück habe ich es bemerkt und konnte das verhindern.“

Bis vor Kurzem ging die junge Frau mit ihren zwei Kindern (ein und drei Jahre alt) und ihrem Hund im Park spazieren. Das Zamperl heißt Pasha, ist sieben und ein Jack-Russell-Rehpinscher-Mix. Im Park springen jeden Tag viele Hunde herum und spielen. Die Halter haben einen Hundetreff. Sabrina sagt: „Jetzt mache ich einen Bogen um den Park. Ich habe Angst, dass meinen Kindern oder Pasha etwas passiert. Ich kann meine Augen ja nicht überall haben.“

Sabrina ist sich sicher: „In unserem Viertel ist ein Hundehasser unterwegs. Das war ja schon der dritte Angriff in den vergangenen drei Monaten.“

So weit die nüchternen Fakten. Doch wie jeder Tiefreund ist die junge Frau einfach nur fassungslos über so viel Hass. Sie grübelt – und weiß, dass es wohl keine Antwort geben kann: „Wer ist so gemein und tut unseren lieben Hunden so etwas an? Das sind furchtbare Menschen! Ich bin einfach nur schockiert!“

Andreas Thieme

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