Gegen ihren Mann wird ermittelt

Neue Erkenntnisse: Tote Frau in Asylbewerberheim gefunden

+
Polizisten stehen in Berg am Laim, wo die Tote gefunden wurde.

München - Am Samstagmittag ist ein Polizeiaufgebot zum Asylbewerberheim in der Neumarkter Straße gefahren. Die Ermittler fanden dort eine tote Frau. Jetzt ist klar, wie die Frau gestorben ist.

Update vom 29. November 2015: Wie jetzt klar wurde, hat sich die Frau in dem Asylbewerberheim das Leben genommen - sie erschoss sich mit der Waffe ihres Mannes, wie der Münchner Merkur berichtet. Gegen den Mann wird nun wegen eines Waffendeliktes ermittelt.

Die Polizei berichtet zudem, dass die 28-Jährige in einer Damendusche gefunden worden ist. Die Frau aus Osteuropa lebte seit einigen Monaten mit ihrem Ehemann und drei minderjährigen Kindern in München. Ein Abschiedsbrief wurde nicht hinterlassen.

Als Motiv kommen seit langem bestehende Depressionen in Betracht. Ein Schusswaffensachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes war vor Ort und noch am selben Tag wurde eine Obduktion durchgeführt. Im Wesentlichen bestätigen beide Gutachten den Verdacht auf Suizid. Die drei Buben (1, 5 und 7) wurden in einem Kinderheim untergebracht.

Das war die Erstmeldung vom Samstag

Tragische Nachricht aus dem Asylbewerberheim in der Neumarkter Straße 43: In der Unterkunft in Berg am Laim ist eine 30-jährige Frau tot aufgefunden worden. Sie hinterlässt drei kleine Buben.

Die Frau, die aus Russland kommt, war verheiratet. Als tatverdächtig gilt der Ehemann. Er wurde von der Mordkommission auf das Präsidium mitgenommen und dort verhört. Allerdings sei auch noch nicht ganz ausgeschlossen, dass die Frau sich selbst das Leben genommen hat. „Es wird in zwei Richtungen ermittelt: ein Kapitalverbrechen oder Suizid.“ Ein fremdenfeindlicher Hintergrund sei nach ersten Erkenntnissen jedenfalls nicht zu erwarten.

Bilder: Tote Frau in Asylbewerberheim gefunden

Die Todesursache ist unklar, als Tatwaffe könnte ein Messer in Frage kommen. Die drei Buben im Kleinkindalter wurden nach dem Vorfall von einem Kriseninterventionsteam betreut.

In dem Asylbewerberheim, das seit 1. September 2014 genutzt wird, sind überwiegend afrikanische Flüchtlinge untergekommen.

mm/tz/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

So will die Stadt das Feiervolk bremsen
So will die Stadt das Feiervolk bremsen
Frau geht mit Mops Boo an besonderen Ort - doch er stirbt qualvoll in ihren Armen
Frau geht mit Mops Boo an besonderen Ort - doch er stirbt qualvoll in ihren Armen
MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion