Lehmziegel, Kultur und Blockbauten

Berg am Laim

Graffiti an der Kultfabrik
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Graffiti an der Kultfabrik

Berg am Laim hat mit dem Werksviertel, dem Technischen Rathaus und dem Behrpark einiges zu bieten. Alles Wissenswerte zu Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten auf einen Blick.

München – Berg am Laim ist noch immer geprägt von den großen Wohnblöcken aus den 1960er- und 70er-Jahren. Daneben hat das Stadtviertel auch ein modernes Erscheinungsbild. Vor allem die Ten Towers mit ihren fünf Doppeltürmen und den innovativen Glasbauten fallen dabei schon von Weitem ins Auge. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Stadtteil Berg am Laim - seine Lage und Einwohnerzahlen

Berg am Laim gehört zum Ostteil von München. Der Stadtteil grenzt im Norden an Bogenhausen, im Osten an Trudering, im Süden an Ramersdorf und im Westen an Haidhausen.

Aufgrund seiner zentrumsnahen Lage ist Berg am Laim mit U- und S-Bahnverbindungen sowie Bus und Bahn optimal an das Verkehrsnetz der bayerischen Landeshauptstadt angeschlossen.

Der Stadtteil bildet den Stadtbezirk 14 und hat ungefähr 45.655 Einwohner (Stand: 2019). Bei einer Fläche von rund 631,46 Hektar ergibt sich daraus eine Einwohnerdichte pro Hektar von 72.

Berg am Laim – die Geschichte dieses Münchner Stadtteils

Berg am Laim ist ein sehr altes Viertel. Erste urkundliche Nennungen gehen bis in das Jahr 812 zurück. Damals hieß der heutige Stadtteil „Perke am Laimb“, wobei Laimb die alte Bezeichnung für Lehm ist. Dies geht auf die großen Lehmvorkommen in dieser Region zurück, da sich von diesem Stadtteil bis hin nach Ismaning eine große Lehmzunge erstreckte. Dieses Rohmaterial wurde von Ziegeleien zu Bausteinen verarbeitet und für viele Bauten in der Münchner Innenstadt verwendet. Allem voran für den Bau der berühmten Frauenkirche.

Neben dieser Besonderheit weist die Geschichte von Berg am Laim weitere geschichtliche Eckpunkte auf:

  • 1818 wurde Berg am Laim im Rahmen einer Gemeindereform zu einer selbstständigen Gemeinde.
  • Um 1900 herum waren die Lehmgruben der Gegend erschöpft und die Ziegeleien schlossen.
  • Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewann die Eisenbahnstrecke München – Simbach – Rosenheim und der neu erbaute Bahnhof in Berg am Laim mehr und mehr an Bedeutung.
  • Ab 1911 entstanden in diesem Stadtteil vermehrt Wohnsiedlungen für die Mitarbeiter der Eisenbahn.
  • 1913 wurde Berg am Laim ein Teil der Stadt München.
  • Ab 1945 starteten in diesem Areal zahlreiche Wohnbauprojekte mit Wohnparks und Mehrfamilienhäusern, um der Wohnungsknappheit nach dem Krieg entgegenzuwirken.
  • Seit 1992 ist Berg am Laim der Stadtbezirk 14 der Isar-Metropole.

Berg am Laim – Besonderheiten im Stadtteil

Bis Ende 2015 war Berg am Laim in München eine der größten Partymeilen Europas. Der Stadtteil war vor allem durch die Kultfabrik bekannt, einem Zusammenschluss von Restaurants, Bars und Discos auf dem ehemaligen Firmengelände von Pfanni und Optimol. Heute finden sich in diesem Stadtteil weiterhin einige bekannte Clubs sowie die Konzerthallen Technikum und Tonhalle.

Darüber hinaus macht inzwischen das Werksviertel von sich reden. In den umgebauten Industriegebäuden befindet sich ein bunter Mix aus Werkstätten, Szene-Kneipen, Shops, Hotels, Wohnungen und Bürogebäuden. Hier im Viertel steht mit dem Hi-Sky noch eine weitere Attraktion von Berg am Laim: das größte transportable Riesenrad der Welt.

Stadtteil Berg am Laim – interessante Sehenswürdigkeiten

Berg am Laim ist ein relativ modernes Wohnviertel, das zudem mit einigen Sehenswürdigkeiten punktet. Allem voran das Technische Rathaus mit seinem beeindruckenden 62 Meter hohen Turm; das Gebäude beherbergt die Mitarbeiter des Baureferats. Weitere sehenswerte Plätze und Bauwerke sind:

  • das Kunstwerk „Courtyard in the Wind“ im Innenhof des Technischen Rathauses
  • der Hochbunker aus den Jahre 1941 in der Sonnwendjochstraße
  • der Schüleinbrunnen zu Ehren Joseph Schüleins, der nach dem Ersten Weltkrieg Besitzungen als Bauland für Wohnungen zur Verfügung stellte

Dazu kommen etliche Grünanlagen und Parks wie die Echardinger Schrebergärten, der Michaelianger oder der Behrpark.

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