Bergdrama um Melanie S.: Das Rätsel ist gelöst

Kreuth - Lange Zeit wurde gerätselt, was mit der Schülerin Melanie S. passierte, die schwer verletzt am Schildenstein gefunden wurde. Jetzt ist das Rätsel gelöst. Die 15-Jährige aus München konnte befragt werden.

Nach Angaben der Polizei entschied sich Melanie S. selbstständig, an ihrem freien Tag alleine eine Bergwanderung in den Tegernseer Bergen zu machen. Sie wollte auch am selben Tag am frühen Abend wieder Zuhause sein. Da ihr der Schildenstein von einer früheren Wanderung bekannt war, fuhr sie mit dem Bus bis Wildbad Kreuth und wanderte dann über die Gaißalm zum Schildensteingipfel.

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Dort kam sie gegen 16 Uhr an und machte eine kleine Pause. Als sie gegen 16.30 Uhr ihren Abstieg beginnen wollte, hörte sie ein Geräusch unterhalb des Gipfels und hoffte, ein Reh oder eine Gemse in „echt“ sehen zu können. Als sie an der Nordseite nichts sehen konnte, versuchte sie es an der Südseite. Dabei rutschte sie an den bereits nassen Wiesenpolstern (es nieselte leicht) aus und stürzte. Sie überschlug sich vermutlich mehrmals auf dem schrofigem Wiesenhang, stürzte durch ein Latschenfeld und fiel vermutlich dann über eine felsendurchsetzte drei Meter hohe Steilstufe in ein weiteres Latschenfeld, das ihren Sturz endgültig abbremste.

Melanie S. verlor ihr Bewusstsein und als sie wieder aufwachte, dachte sie, dass ihr Unfall erst einige Minuten zurücklag. Tatsächlich war sie jedoch die ganze Nacht über in tiefer Bewusstlosigkeit an ihrer Absturzstelle gelegen.

Unter starken Schmerzen schleppte sich das verletzte Mädchen durch Latschen, Wiesen und felsiges Gelände am Fuße einer Felswand in Richtung Westen, wo sie dann nach mehrmaligen Pausen in der Nähe des Wanderweges herauskam, wo sie dann auch von zwei Wanderern gegen 11.45 Uhr aufgefunden worden war und gerettet wurde.

mm

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