Am Höllentalferner

Münchner (24) will helfen und stürzt selbst ab

Garmisch-Partenkirchen - Er wollte einem hilflosen Wanderer helfen und wurde selbst zum Bergopfer: Ein Münchner (24) ist am Höllentalanger abgestürzt und schwebt nun in Lebensgefahr.

Am späten Sonntagnachmittag kam es gegen 17.15 Uhr auf dem Höllentalferner zu einem tragischen Unfall: Ein junger Mann wollte einem Wanderer in Bergnot helfen und stürzte dabei selbst ab.

Die Polizei Garmisch-Partenkirchen schreibt: Ein 24-jähriger Mann aus München befand sich zusammen mit seinem 47-jährigen Arbeitskollegen auf dem Weg über das Höllental auf die Zugspitze.

Dieser Weg stellt von den insgesamt 3 Normalwegen auf Deutschlands höchsten Berg die meisten Anforderungen an Alpinisten. Im Bereich des Höllentalangers, ca. 20 Gehminuten vom eigentlichen Gletscher entfernt, kam den beiden ein Mann entgegen, der um Hilfe bat für einen Freund, der sich ohne jegliche Ausrüstung in den Felswänden hinter der Randkluft des Gletschereises befand.

Wie diese Person dorthin kam ist nach jetzigem Ermittlungsstand noch unklar. Jedoch ist von Selbstüberschätzung und Unerfahrenheit auszugehen. Die beiden entschlossen sich zu helfen.

Sie nahmen den mühsamen Aufstieg mit zirka 100 Höhenmeter zur Randkluft auf sich und konnten einen Kontakt zu der hilflosen Person herstellen. Aus bislang unbekannten Gründen rutschte der jüngere der beiden Helfer aus, glitt ca. 150 Meter über das ungefähr 40 Grad steile Gletschereisfeld nach unten und stürzte im Anschluss in die dortige, ca. 8 Meter tiefe Randkluft.

Durch den Sturz erlitt der Mann schwerste Verletzungen, die nach der erfolgten Rettung durch die Bergwacht Grainau, die mit vier Rettern vor Ort waren, im Unfallklinikum Murnau behandelt wurden. Momentan befindet sich der Verunfallte in Lebensgefahr. Der Kräfteansatz der Polizei: drei Polizeibergführer, ein Polizeihubschrauber und zum Abtransport des Schwerverletzten der Hubschrauber Christoph Murnau.

Rubriklistenbild: © mzv-mm

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion