Zweiter Prozesstag

Die schöne Fabiana bangt um ihren Bernie

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Fabiana Flosi (37) verfolgte den zweiten Prozesstag gestern mit versteinerter Miene.

München - Bernie Ecclestone musste sich am Freitag zum zweiten Mal vor Gericht verantworten. Seine schöne Frau Fabiana Flosi (36) saß als Unterstützung mit im Gerichtssaal.

Normalerweise schlendert sie an der Seite ihres 47 Jahre älteren Mannes durch die Startaufstellung bei Formel-1-Rennen. Doch am Freitag nahm Fabiana Flosi (36) im dezenten anthrazitfarbenen Kostüm mit zartrosa Halstuch ganz allein im Zuschauerraum des Saals A 101 Platz – und bangte um ihren Bernie.

Es ist der zweite Prozesstag gegen Ecclestone (83) – und es geht um die Frage, ob er Boss der schillernden Rennserie in den Knast muss.

Gleich zu Beginn stellt Staatsanwalt Christian Weiß klar, dass die Anklage weiterhin von Bestechung des Ex-BayernLB-Vorstands Gerhard Gribkowsky ausgeht. Der wahre Grund für die Zahlung von 44 Millionen Dollar sei der Wunsch nach dem Machterhalt an der Formel-1-Spitze gewesen.

Zum Showdown im Gerichtssaal kommt es schon nächsten Freitag

Die Strategie ihres Mannes Bernie Eccle­stone (83, kl. Foto, re.) und dessen Anwalt Sven Thomas geht (noch) nicht auf.

Ecclestone dagegen pocht auf seine Darstellung. Er habe befürchtet, dass Gribkowsky ihn bei den britischen Steuerbehörden anzeigen würde und deshalb Millionen gezahlt. Diese Version der Erpressung hatte er auch bei einer Vernehmung im Jahr 2011 erzählt. Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl hatte die Vernehmung damals geleitet und wurde nun als Zeugin vernommen. Sie erinnerte sich an viele Details – etwa daran, dass es in dem Raum sehr heiß gewesen sei und alle darunter gelitten hätten. „Nur er nicht.“ Der Formel-1-Boss hatte sich damals auch über das Verhalten Gribkowskys beschwert: Als Ecclestone einmal zu spät kam, habe der Banker sich auf seinen Stuhl gesetzt und eine Zigarre geraucht. „Das war ein absoluter Affront“, sagte Bäumler-Hösl. Diese Anekdote hatte Ecclestone auch in seiner Erklärung vergangene Woche erzählt. „Er offenbarte ein rüdes Verhalten“, beschwerte er sich über den Banker.

Zum Showdown im Gerichtssaal kommt es schon nächsten Freitag: Dann soll Gribkowsky als Zeuge vernommen werden. Der Ex-BayernLB-Risikovorstand sitzt momentan selbst noch in Haft – er ist 2012 wegen des Ecclestone-Deals bereits zu achteinhalb Jahren verurteilt worden.

Am Mittag gab’s Muffins aus der Kantine

Mittagspause bei Muffins und Espresso: Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (83) gab sich am Freitag ganz volksnah. Zusammen mit seiner Frau Fabiana Flosi (36) und seinen Anwälten Sven Thomas und Norbert Scharf ging der Brite in der Pause in kein Edelrestaurant, sondern in die Cafeteria des Münchner Strafjustizzentrums. Ecclestone und Fabiana stellten sich in der Schlange an, versuchten die Kaffeemaschine in Gang zu bringen. Nur die Rechnung beglich Anwalt Scharf für sie: 14,35 Euro. „Es war ganz gut“, sagte Ecclestone nach der Pause dem Münchner Merkur. „Ich bin schon rund um die Welt gereist, aber einen englischen Muffin in einem deutschen Gericht hatte ich noch nie.“

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